+++ “Brandstifter” EZB will neue Bankenregeln – Bankenszene wehrt sich +++

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Watergate Redaktion 17.10.2017

Seit Herbst 2014 ist die EZB für die Aufsicht über die größten Banken der Euro-Zone verantwortlich. Aktuell verhandelt die EZB über Reformen für neue Bankenstandards. Die Reformen sollen globale Kapitalvorschriften für Banken etablieren. Bis Ende 2017 soll das Reformpaket, das „Basel III“ genannt wird, abgeschlossen sein.

Die Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht, Sabine Lautenschläger, hält nach Abschluss des Reformpaketes vor allem die schnelle Umsetzung für wichtig. Sie befürchtet allerdings, dass einige Finanzzentren wichtige Teile des neuen Regelwerkes nicht umsetzen werden.

Die Verhandlungen für die Reformen dauern schon einige Jahre an. Seit 2010 hatten globale Bankenregulierer an neuen Reformen im Auftrag der G20, der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, gearbeitet. Die Reform der EZB soll jetzt mit den globalen Kapitalvorschriften abgeschlossen werden.

Zuletzt war eine Einigung zwischen den USA und Europa schwierig. Die Frage, in welchem Maße Banken die Risiken ihrer Geschäfte mit internen Modellen einfach herunterrechnen dürfen, hatte zuletzt für Uneinigkeit gesorgt. Lautenschläger ist aber zuversichtlich, dass das Reformpaket bis Ende des Jahres seinen Abschluss findet.

Die Bankenwelt soll weiter reguliert werden – dabei ist die Europäische Zentralbank, EZB, mit der Niedrigzinspolitik (Negativzinsen sogar für Geschäftsbanken) möglicherweise der Brandstifter selbst – oder?

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