+++ Treibt EZB-Chef Draghi Europa in die nächste Finanzkrise? +++

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Es sieht alles danach aus, dass EZB-Chef und Ex-Goldman Sachs Banker Mario Draghi seine Politik der billigen Geldschöpfung fortsetzen wird. Kommende Woche wird er sich zum weiteren Kurs der EZB zum Leitzins äußern. Auch die Anleihenkäufe dürften kommendes Jahr weitergehen, mit der Begründung, die Wirtschaft weiter anzukurbeln.

Die EZB ist noch weit davon entfernt, die Märkte nicht mehr mit billigem Geld zu fluten. Sie verharrt weiter im Krisenmodus, obwohl sich die Wirtschaft in Europa wieder langsam im Aufschwung befindet. Daher dürfte Draghi noch eine ganze Weile im Geldmarkt aktiv bleiben. Doch mit dieser Geldpolitik trägt Draghi dazu bei, dass sich Booms bilden, die zu Blasen wie 2008 führen können. Draghi riskiert also ganz bewusst das Risiko einer neuen Finanzkrise in Europa.

Selbst in den USA hat die Notenbank vorsichtig begonnen, den Leitzins anzuheben. Zudem hatte die Fed angekündigt, die in der Finanzkrise gekauften Anleihen durch Verkäufe langsam wieder abzubauen. Experten in Europa gehen davon aus, dass Draghi die Anleihenkäufe zumindest reduzieren wird. Die Abkehr von der Nullzins-Politik, also niedrige Zinsen und billige Kredite, ist aber nicht zu erwarten. Der Leitzins könnte somit bis 2019 auf 0,0 % bleiben.

Für Sparer wird die EZB-Politik weiterhin keine Erträge bringen. Länder mit hoher Verschuldung wie z. B. Italien profitieren allerdings vom billigen Geld und niedrigen Kreditkosten. Ökonomen sind der Ansicht, dass die starke Wirtschaft jedoch keiner solcher Maßnahmen mehr bedarf. Der Grund für die zögerliche Haltung der EZB soll die niedrige Inflation im Euro-Raum sein. Aktuell liegt sie bei 1,5 %. Das Ziel der EZB ist jedoch knapp 2 %. Bei einem abrupten Ende der aktuellen Geldpolitik wäre dieses Ziel wohl nicht erreichbar.

Watergate Redaktion 22.10.2017

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