+++ Commerzbank bedroht – Goldman Sachs und Rothschild sollen helfen – was sagt die Regierung? +++

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Der Commerzbank droht anscheinend aus Italien und Frankreich eine Übernahme. Dies soll ein Insider aus der Bank gesagt haben. Die Commerzbank will jetzt Goldman Sachs und Rothschild Berater engagierten, um die drohende Übernahme zu verhindern, berichtete die Financial Times.

Die italienische Großbank Unicredit und die französischen Großbanken BNP Paribas und Credit Agricole sollen Interesse an der Commerzbank haben. Bislang lehnten Goldman Sachs und Commerzbank eine offizielle Stellungnahme ab. Zuletzt soll sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für eine Annäherung der Großbanken BNP Paribas ausgesprochen haben.

Die Commerzbank gilt trotz aller Probleme als wichtiger Kreditgeber Deutschlands und als Stütze der deutschen Wirtschaft. Die Übernahme der Commerzbank wäre die größte, grenzüberschreitende Bankenfusion seit über zehn Jahren. Die Bundesregierung selbst hält 15,6 % Anteile der Commerzbank. Finanzminister Schäuble sagte, es gebe bislang keine Eile, den Staatsanteil an der Bank zu verkaufen. Zuerst müssten die Aktienkurse auf einen Wert von mehr als 50 % steigen, damit der Ausstieg des Bundes nicht zu einem Verlust wird, so Schäuble.

EZB-Chefaufseherin Daniele Nouy sieht für die Zukunft große, grenzüberschreitende Bankenfusionen häufiger kommen. Finanzmanager und Bankenaufseher sind allerdings der Meinung, dass solche Fusionen nicht vor 2019 möglich sind.

Die Übernahmeavancen kommen nicht ohne Grund. Denn die Commerzbank ist gerade mit Umstrukturierungen beschäftigt. Sie hat bereits den Abbau von über 9000 Stellen angekündigt. Die Bank will sich künftig auf auf Geschäfte mit Privat- und Firmenkunden konzentrieren. Zudem soll die Commerzbank bis 2020 zu einem „digitalen Technologieunternehmen“ entwickelt werden.

Französische Bankiers sehen es als unwahrscheinlich an, dass die Bundesregierung in naher Zukunft ihre Anteile verkaufen wird. Viele in der Branche sehen eine Fusion mit der Deutschen Bank für besser geeignet. Die Deutsche Bank reagierte bereits und könne sich in zwei Jahren eine Fusion mit der Commerzbank vorstellen. Auch aus Sicht des Bankenaufsehers ist eine nationale Bankenfusion wünschenswerter, als der Markteintritt eines französischen Konkurrenten in Deutschland.

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