Hintergrund-Experten behaupten: Goldrun ist kein Zufall – Gold aktuell sicherer als Aktien UND Bitcoins

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Jordan Belfort ist Börsenexperte an der Wall Street und der Autor des Buches „The Wolf of Wall Street“. Das Buch wurde 2012 verfilmt und kam 2013 in die Kinos. Vergangene Woche wurde Belfort von einer amerikanischen Nachrichten-Webseite über sein neues Buch interviewt.

In dem Interview sprach er auch über Gold und Kryptowährungen. Der Börsenexperte ist der Ansicht, dass Gold in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen dürfe. Er selbst besitze auch Gold, Bitcoins jedoch würde er nicht „anrühren“. Jeder scheine zur Zeit in Bitcoins zu investieren – selbst Finanzkonzerne wie Goldman Sachs erwägten die Investition.

Bitcoins Spekulationsblase?

Belfort erinnert der aktuelle Run auf Kryptowährungen an eine Spekulationsblase. Zudem habe er Freunde, die viel Geld in Bitcoins investiert hätten. Sie seien Opfer von Hackern geworden, die auf das Stehlen von Bitcoins spezialisiert seien und hätten dadurch sehr hohe Summen verloren.

Belfort ist zwar der Überzeugung, dass Kryptowährungen ihre Berechtigungen hätten. Vor allem Zentralbanken könnten gemeinsam Kryptowährungen als Alternative mit Deckung und Regulierungen schaffen. Seiner Ansicht nach sei es dafür aber noch zu früh. Auch der CEO der JP Morgan Bank hat eine negative Meinung zu Bitcoins. Beide Geldexperten halten Bitcoins für Betrug, der sich schnell in Luft auflösen könne.

Gold ist die bessere Investition

Auch Bloomberg hält Gold für die bessere Investition. Aktuell sei Gold sogar die bessere Wahl im Vergleich zu Aktien. Gold werde unterschätzt und habe sich seit 2015 genauso gut entwickelt wie der  S&P 500 und die weiteren Aussichten für Gold seien sogar noch besser.

Ein Analyst von Bloomberg ist der Ansicht, man müsse sich derzeit intensiver mit Gold beschäftigen. Nachdem der Aktienmarkt mit seinen Kursen die Goldkurse nicht schlagen konnte, sei mehr Aufmerksamkeit für das Edelmetall angebracht, als bisher. Seit der Zinswende der Federal Reserve Bank 2015 sei der US-Aktienindex S&P 500 um 20 % gestiegen. Die gleiche Steigerung habe der Goldpreis erreicht.

Gold verspricht aussichtsreiche Wertsteigerung

Gold sei im Gegensatz zu Aktien allerdings noch weit von seinen historischen Höchstständen entfernt und verspreche so eine aussichtsreiche Steigerung. Zum einen wegen der anziehenden Inflation, zum anderen aufgrund eines schwachen US-Dollars.

Je höher die Aktienmärkte steigen, desto höher sei das Rückfallrisiko, so der Bloomberg Experte. Der steigende Goldpreis scheine diese Entwicklung zu unterstützen. Die größte Gefahr für einen Einbruch des Goldpreises sieht der Experte in einem Wiedererstarken des US-Dollars. Bei der aktuellen Weltlage und dem wirtschaftlichen sowie währungspolitischen Erstarken von Russland und China ist dies derzeit allerdings nicht zu befürchten.

Goldrun wegen Nordkorea Krise?

Der Goldpreis ist zuletzt noch stärker gestiegen und hat zuletzt wieder einmal ein Jahreshoch erreicht. Die Meinung vieler Experten in den USA ist, dass die Nordkorea Krise den Run auf das Gold auslöse. Denn in Krisenzeiten wird verstärkt Gold gekauft.

Gerade die letzte Zündung einer Wasserstoffbombe Nordkoreas hielten Experten als Grund für den neuerlichen Goldrun. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich an die USA gewendet und größtmögliche Sanktionen für Pjöngjang verlangt. Die Vereinten Nationen halten die Gefahr eines nuklearen Konflikts mit Nordkorea für die „gefährlichste Krise der Welt“.

Goldman Sachs ist allerdings angeblich anderer Meinung. Die Lage mit Nordkorea stufe man zwar auch als ernst ein, doch sei aufgrund der Reaktion der Märkte nicht mit einer militärischen Eskalation zu rechnen. Goldman Sachs Experten sind der Ansicht, dass der nordkoreanische Machthaber das Risiko eines Angriffs nicht eingehen werde, da dies massive Vergeltungsmaßnahmen der USA nach sich ziehen würde. Auf der anderen Seite glaubt Goldman Sachs nicht, dass Nordkorea sein Nuklearprogramm einfach so aufgibt, da es bislang ein Sicherheitsgarant für das Regime ist. Insofern hält Goldman Sachs die Situation zwischen Nordkorea und den USA für kräftemäßig ausgeglichen.

Instabile Politik Trumps verursacht Goldrun

Goldman Sachs hält vielmehr die instabile Politik von Donald Trump als Ursache für den steigenden Goldpreis. Vor allem die jüngsten politischen Ereignisse in Washington und der schwache US-Dollar, der weltweit immer mehr an Bedeutung verliert sind, nach Meinung der Goldexperten die Ursachen für den Goldpreisanstieg. Man ist zudem der Ansicht, dass sich der Goldpreis wieder normalisiert. Die Politik sei damit beschäftigt, den drohenden Government-Shutdown, also die Zahlungsunfähigkeit der USA, zu verhindern. Daher prognostiziert  Goldman Sachs einen allenfalls stabilen Goldpreis zum Jahresende.

Da Goldman Sachs in allen strategisch wichtigen Positionen weltweit seine Mitarbeiter eingesetzt hat, ist davon auszugehen, dass der Finanzkonzern die Lage gut einschätzen kann und bis Dezember nicht mit größeren Preissteigerungen zu rechnen ist. Warten wir ab, ob Goldman Sachs richtig liegt. In Gold zu investieren ist allemal bei der aktuellen Weltlage richtig. Egal, was politisch in Deutschland oder den USA passiert.

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