+++ Finanzlobbyisten holen sich Macht in den USA zurück – Bald auch in Deutschland? +++

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Der US-Senat hat entschieden, dass Amerikaner keine Sammelklagen mehr gegen Banken einreichen dürfen. Das ist ein Schlag gegen die amerikanischen Bürger. Die Finanzlobbyisten aber sind zufrieden. Sie haben sich wieder mehr Macht in den USA zurückgeholt, eine wichtige Bankenregulierung wurde somit wieder zu Ungunsten der Verbraucher zurückgenommen. Die Wall Street feierte die Entscheidung des US-Senats als großen Erfolg.

Bislang hatte die amerikanische Verbraucherschutzbehörde dafür gesorgt, dass Amerikaner sich in zusammenschließen können und sich an einer Sammelklage gegen Banken beteiligen können. Der US-Senat hat diese Möglichkeit jetzt zurückgenommen. Kunden und Verbraucher haben von Sammelklagen profitiert, weil sie im Falle eines Klagegewinns verlorenes Geld erstattet bekommen, ohne ein teures Gerichtsverfahren bezahlen zu müssen. Für Banken und Kreditkartenunternehmen war diese Regelung schon lange ein Dorn im Auge. Denn sie mussten sich darauf einstellen, bei einer verlorenen Sammelklage Millionen von Kunden zu entschädigen.

Der Chef der amerikanischen Verbraucherschutzbehörde sprach von einem „großen Rückschlag“ für die amerikanischen Kunden. Bislang hatten Sammelklagen in den USA Tradition. Die Wall Street habe gewonnen und normale Menschen stünden einmal mehr als Verlierer da. Auch die Demokraten kritisierten die Entscheidung des US-Senats. Nach dieser Entscheidung müsse man sich nicht über den Ärger der amerikanischen Bevölkerung wundern.

Werden die Finanzlobbyisten auch in Deutschland wieder mehr Einfluss und Macht durch Abschaffung von Regulierungen gewinnen?

Watergate.TV bleibt dran.

Watergate Redaktion 25.10.2017

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