+++ Neue EURO-Entscheidung: Schleichende ENTEIGNUNG geht weiter – Was passiert jetzt? +++

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Die Entscheidung ist vor kurzem gefallen. Draghi ändert seine Zinspolitik nicht. Zwar soll das monatliche Kaufvolumen der Staatsanleihenkäufe deutlich reduziert werden. Und dies, obwohl die Inflationsrate immer noch weit unter dem angepeilten Ziel liegt. Doch Draghi hat gar keine andere Wahl, als die Anleihenkäufe zu drosseln. Denn eine Vorgabe des Europäischen Gerichtshofes verhindert unbegrenzte Käufe. Nach dem EuGH darf die EZB maximal ein Drittel der Anleihen eines Staates kaufen, damit sie nicht zum Hauptgläubiger wird.

Eine Zinswende ist dagegen noch nicht in Sicht. Draghi wird die Politik der Flutung der Märkte mit Billiggeld weiterverfolgen und den Leitzins bei 0 % belassen. Ebenso werden die Anleihenkäufe nicht gestoppt, sondern nur aufgrund gesetzlicher Vorgaben gedrosselt.

Anleihenrückzahlungen werden weiter reinvestiert – somit kann die Bilanzsumme der EZB nicht gesenkt werden. Damit verfolgt Draghi eine andere Notenbankpolitik als die amerikanische Fed. Draghi risikiert damit gefährliche Blasenbildungen und eine weitere Anheizung des Immobilienmarktes. Eine ähnliche Konstellation führte 2008 zum Finanzcrash in den USA und damit zur Weltwirtschaftskrise.

Das niedrige Zinsniveau ermöglicht aber nicht nur Billigstkredite. Es eröffnet Kunden keine Zinsen mehr auf Spareinlagen – zum Beispiel bei Tagesgeldkonten oder Sparbüchern. Durch die Inflation erfährt das Geld auf der anderen Seite eine Entwertung, d. h. ohne jegliche Sparzinsen werden wir durch Mario Draghis Geldpolitik weiter schleichend enteignet.

Vorsicht: Der nächste Schritt wäre die Einführung von Negativzinsen, damit Banken wieder am angelegten Geld ihrer Kunden verdienen. Für die Märkte dürfte die Drosselung der Anleihenkäufe keine Auswirkungen haben. Die Inflationsrate dürfte sich dadurch wohl auch kaum, wie gewünscht, direkt erhöhen. Dennoch: Die schleichende Enteignung setzt sich fort.

Wer Vermögen retten möchte, sollte sich nun wirksam schützen.

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