+++ Jens Spahn: Rente mit 80? +++

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Jens Spahn (CDU) fordert das Aus für die Rente mit 63. Diese „Frühverrentung“ müsse ein Auslaufmodell werden und mit den eingesparten Milliarden könne man diejenigen besser unterstützen, die aus Erwerbsminderungsgründen nicht voll verdienen könnten.

Die Rente mit 63 werde Spahns Ansicht nach vor allem von Facharbeitern genutzt, die weiterhin dringend benötigt würden. Auch der Direktor des arbeitgeberfreundlichen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, ist der Meinung, die Rente mit 63 gehöre abgeschafft. Zudem müsse darüber nachgedacht werden, das Renteneintrittsalter mit 67 auch darüber hinaus zu erhöhen. Die aktuellen Altersgrenzen „seien der falsche Weg“.

Hüther kritisiert, dass gut ausgebildete Menschen dem Arbeitsmarkt und der Wirtschaft dadurch verloren gingen. Die Anpassung des Rentenalters müssen offen bleiben. Es dürfe nicht ausgeschlossen werden, das Rentenalter auch über 67 zu erhöhen. Dies sieht der IW-Chef als Schritt gegen die Altersarmut.

Der neue Vorstoß von arbeitgeberfreundlichen Institutionen und des CDU-Mitglieds Jens Spahn ist arbeitnehmerfeindlich. Würde die Bundesregierung die Milliarden an Rentengeldern, die von Arbeitnehmern bezahlt werden, nicht für andere Ausgaben veruntreuen, gäbe es das Problem der Altersarmut gar nicht.

Menschen, die mit 63 in Rente gehen wollen, haben oftmals schon knapp fünfzig Arbeitsjahre hinter sich und genauso lange in die Rentenkassen eingezahlt. Das Renteneintrittsalter sollte ab 63 freigestellt, also frei wählbar sein. Die Bundesregierung sollte zudem daran arbeiten, dass nicht immer mehr Großkonzerne ihre Mitarbeiter ab 50 aus den Unternehmen drängen und nur noch junge, billige Arbeitskräfte einstellen.

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