UNFASSBAR: Gentechnik und Glyphosat: Dreifache Krebsrate

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Schlimme Nachrichten aus Argentinien. Die Krebsrate bei Kindern unter 15 hat sich zwischen 1990 und 2009 verdreifacht. In einer Provinz namens Chaco, in der sowohl Soja angebaut wird, das gentechnisch verändert ist als auch das sogenannte Pflanzenschutzmittel Glyphosat verwendet wird (vgl. http://bit.ly/2zbvI4o). Auch der BUND hat schon Glyphosat im Urin nachweisen können.

Kritiker: ENDLICH verbieten…

Allein diese nun in Deutschland in breiter Öffentlichkeit dargelegten Daten zeigen, dass Glyphosat hochriskant sein kann. Im besten Falle kann niemand ausschließen, dass Glyphosat tatsächlich krebserregend ist. Watergate.TV hatte mehrfach darüber berichtet, etwa hier: http://www.watergate.tv/2017/06/06/glyphosat-der-neue-schreckliche-verdacht/.

Wir hatten beschrieben, dass die „Echa“, eine sogenannte „Chemikalienagentur“, nachwies, dass das Mittel beispielsweise Schäden an den Augen verursachen könne. Zudem sei es Gift für Wasser und das gesamte Ökosystem. Der Krebsverdacht wurde hier zwar verneint, aber in anderen Studien deutlich erhärtet.

Nun hat ausgerechnet auch die Weltgesundheitsorganisation zunächst feststellen lassen, dass das Mittel nicht krebserregend sei. Auf Basis dieser Studie aus dem Jahr 2016 nun hat die EU-Kommission ursprünglich das sogenannte Pflanzenschutzmittel bis zum 31. Dezember 2017 verlängert.

Um die weitere Verlängerung geht es jetzt. Kanzlerin Merkel möchte das Mittel weiter einsetzen lassen, allerdings ist nun auch das EU-Parlament kritisch geworden. Bald soll eine Kompromissformel gefunden werden, die beispielsweise auf eine Verlängerung über fünf Jahre hinausliefe. Merkel selbst hatte allerdings den Landwirten in Deutschland versprochen, sie würde sich für das mittel einsetzen.

Die EU-Komission hatte allerdings verlangt, die einzelnen Länder sollten einer Verlängerung zustimmen. Dies ist in Deutschland mit der Beteiligung der Grünen an einer möglichen Jamaika-Koalition eigentlich undenkbar. Auch die bisherige Umweltministerin Barbara Hendricks hatte sich dagegen ausgesprochen, Glyphosat für zehn Jahre zu genehmigen (vgl. http://www.watergate.tv/2017/07/13/bundesumweltministerin-gegen-zulassung-von-glyphosat/).

 Widerstand aus den USA und im EU-Parlament

Auch aus den USA kommt bereits deutlicher Widerstand. So haben US-Anwälte die EU-Kommission aufgefordert, das Pflanzenschutzmittel zu verbieten (vgl. http://www.watergate.tv/2017/10/07/enthuellt-eu-muss-glyphosat-genehmigung-vorerst-stoppen/). Das EU-Parlament selbst winkt Monsanto und sein Glyphosat nicht mehr so ohne weiteres durch, da das Unternehmen die Spielregeln verletzt habe (siehe http://www.watergate.tv/2017/09/19/unfassbarer-giftskandal-schreibt-monsanto-das-glyphosat-gutachten-des-bundesinstituts-selbst/

http://www.watergate.tv/2017/09/29/erster-erfolg-gegen-monsanto-der-gift-konzern-verliert-zutritt-zum-eu-parlament/).

Nun sieht es daher nach den jüngsten Meldungen so aus, als käme das Ende von Glyphosat langsam aber sicher. Die „Mehrheit der Deutschen“ sei ohnehin gegen den Einsatz des Mittels (http://www.focus.de/regional/nordrhein-westfalen/naturschutz-in-much-wird-glyphosat-verboten-noch-dieses-jahr-muss-eine-entscheidung-gefaellt-werden_id_7800013.html) und der Widerstand des EU-Parlamentes habe große Signalwirkung für die EU-Kommission. Nun wird es schwieriger für die Lobby, sich durchzusetzen.

Die Daten aus Argentinien sind für die Betroffenen daher furchtbar. Möglicherweise aber hilft die Verbreitung, den offenbar verdienten Widerstand gegen Glyphosat und dessen Durchsetzung in Deutschland zu verhindern.

Wie weit die Verhandlungen schon sind, lesen Sie hier: http://www.watergate.tv/2017/11/02/jamaika-streit-um-bio-landwirtschaft-und-pestizide/

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