+++ Steuerskandal – Brisante neue Enthüllungen – „Paradise Papers“ +++

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Nach den Steuerenthüllungen um die „Panama Papers“ gibt es jetzt neue Enthüllungen zu Steueroasen, in denen Weltkonzerne und Prominente sowie Politiker Steuern hinterzogen und zweifelhafte Geschäfte betrieben haben sollen.

Das Journalistenkonsortium, das schon die Steuerskandale um die Panama Papers enthüllte, hat jetzt in über 21 neuen Quellen mit über 14 Millionen Dokumenten neue Details über die kriminellen Machenschaften internationaler Großkonzerne und Politiker gefunden. Darunter soll ein auch prominentes Mitglied der amerikanischen Regierung sein.

Die Dokumente enthalten Informationen über Briefkastenfirmen von einer Anwaltskanzlei auf den Bermudas sowie einer Treuhandgesellschaft in Singapur. Die Dokumente sollen Daten mit Namen von über 120 Politikern weltweit, von Sportlern, Unternehmern, Stars und Weltkonzernen wie Apple oder Facebook enthalten.

Genannt wird zudem Queen Elizabeth – und der deutsche Ex-Kanzler Schröder.

Außerdem sollen auch Informationen deutscher Firmen wie Siemens, die Deutsche Post oder die Deutsche Bank in den Unterlagen existieren. Betroffen sind auch Firmen mit Sitz in der Schweiz, zum Beispiel der Rohstoff Konzern Glencore. Allein dieser Konzern soll in über 30.000 Dokumenten auftauchen, in denen „korruptionsverdächtige“ Geschäftspraktiken beschrieben werden sollen.

Die Geschäftspraktiken sollen denen der Panama Papers ähnlich sein: Über Briefkastenfirmen in Steueroasen wird ein Großteil von Vermögen und Geldern an der Steuer vorbei geschleust, was die Steuerlast für die Firmen und Personen erheblich senkt.

Steueroasen erhöhen die Ungleichheit und ermöglichen es Reichen und Konzernen, Gesetze zu umgehen, während Arme dadurch immer mehr mit Steuern belastet werden und immer ärmer werden.

Wie die Journalisten an die Dokumente gekommen sind, ist bislang nicht bekannt. Es ist aber mit spektakulären Enthüllungen zu rechnen. Die betroffene Anwaltskanzlei, die als Helfer gilt, spricht von “illegaler Cyber-Enthüllung”.

Watergate.tv bleibt dran.

Watergate Redaktion 6.11.2017

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