+++ Katalonien drängt weiter in die Unabhängigkeit +++

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In Katalonien wurde die Büchse der Pandora geöffnet. Jetzt gibt es anscheinend kein Zurück mehr. Der geflohene und zwangsentmachtete Ex-Regionalpräsident Kataloniens, Carles Puigdemont, versucht nun aus Brüssel die Unabhängigkeit Kataloniens zu erringen.

Gestern wurde in Katalonien Generalstreik ausgerufen. Demonstranten protestierten für die Freilassung der politischen Gefangenen. 170 katalanische Bürgermeister sind nach Brüssel gereist, um Puigdemont und die mit ihm geflohenen Minister zu unterstützen.

Erneut versuchte Puigdemont bei einer öffentlichen Rede in einem Kunstmuseum die EU-Politiker zum Umdenken zu bewegen. Der spanischen Zentralregierung warf er faschistische Methoden und einen Staatsstreich vor. Puigdemont forderte Juncker auf, etwas gegen die Übergriffe gegen die demokratischen Bewegungen zu unternehmen.

Watergate.tv berichtete über die Haltung der EU und Junckers gegenüber den Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens http://www.watergate.tv/2017/11/08/dreiste-luegen-von-eu-kommissionspraesident-juncker-im-fall-katalonien-zeigt-weg-in-eu-demokratur/. Juncker verbreitete sogar gezielte Lügen. Er sagte, im Falle einer Unabhängigkeit Kataloniens sei diese automatisch nicht mehr Mitglied der EU.

Puigdemont sowie Bürgerorganisationen und Unabhängigkeitsbewegungen riefen die unabhängigkeitswilligen Parteien in Katalonien dazu auf, bei den Neuwahlen am 21. Dezember anzutreten. Sie fordern „die Verteidigung der Demokratie“. Bislang hatten sich die Parteien aber nicht für den Wahlkampf gemeldet.

Ob Puigdemont von Brüssel aus noch Einfluss auf die Unabhängigkeitsbewegung hat, ist fraglich. Zudem gibt es keine Unterstützung von der EU. Spanien ist zu übermächtig. Demokratische Bewegungen von der Basis aus scheinen in der EU keine Chance mehr zu haben.

Watergate Redaktion 9.11.2017

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