+++ MERKEL-Kraft am Ende? Politische Freundin Schavan nicht durchsetzbar +++

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Die ehemalige Bundesbildungsministerin Schavan bekommt kein neues Amt. Sie bleibt deutsche Botschafterin im Vatikan – jedenfalls bis zum Ende des laufenden befristeten Vertrages im Jahr 2018. Kritiker deuten dies als klare Schwächung Angela Merkels. Die wollte Annette Schavan als neue Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung durchsetzen. Dies gelang anders als erwartet nicht.

Der Widerstand in der Partei gegen Schavan ist zu groß. Der war im Jahr 2013 die Doktorwürde aberkannt worden, nachdem nachgewiesen wurde, die Arbeit sei ein Plagiat. Einen entsprechenden Streit vor den Gerichten verlor sie. Als Bundesbildungsministerin trat sie zurück und beendete eine Debatte, die damals bereits der Merkel-Regierung schadete: Überall wurde scheinbar plagiiert. Ihr neuer Job: Deutsche Botschafterin im Vatikan. Übrigens offenbar gegen einigen Widerstand (vgl. http://bit.ly/2jo9tVk). Jetzt tritt offenbar der bisherige Bundestagspräsident Norbert Lammert um das Amt des Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung an. Ein begehrter Posten.

Bislang saß dort ein Mann namens Hans-Gert Pöttering, den viele in Deutschland nicht kennen. Er war mal Präsident des Europäischen Parlaments. Ein Schulz der CDU, sagen Spötter. Das Amt in der KAS möchte er an sich wohl weiterführen, gegen Lammert allerdings würde er sich wohl zurückziehen. Keine Chance, heißt es.

Annette Schavan wiederum galt als die Kandidatin Angela Merkels, die der Wegbegleiterin eine – wie es boshaft in den Medien auch hieß – „Verwendung“ angedeihen lassen wollte. Nun hat sie kaum noch Chancen, einzugreifen. Denn Lammert hat bereits erklärt, dass er bereit sei, den Vorsitz zu übernehmen. Annette Schavan hingegen wollte sich nicht „bewerben“, sondern quasi „gerufen“ werden. Warum dies wichtig ist? Die Macht von Angela Merkel innerhalb der CDU scheint schnell zu schwinden.

Deshalb offensichtlich der Zusammenhalt bei der Jamaika-Verhandlungen. Alle Parteien und deren Unterhändler vereint, dass es um gute Jobs geht. Zumindest „auch“.

Watergate Redaktion 14.11.2017

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