+++ Goldman Sachs fordert neues Brexit-Referendum +++

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Der Chef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, machte in den vergangenen Wochen öfters Schlagzeilen mit seinen Bekundungen und Tweets. So wurde bekannt, dass Goldman Sachs in Frankfurt bereits Büroräume für rund 1000 Mitarbeiter angemietet hat. Zudem twitterte Blankfein, er werde sich bald öfters im schönen Frankfurt aufhalten.

Goldman Sachs wäre nicht die einzige Bank, die mit dem Brexit das derzeit mächtigste Finanzimperium, die City of London, verlassen würde. Der Abzug der Großbanken aus London käme einem Desaster für Großbritannien gleich. Über 75.000 Arbeitsplätze im Finanzsektor könnten davon betroffen sein. Watergate.tv berichtete jüngst darüber: http://www.watergate.tv/2017/11/09/brexit-verliert-city-of-london-ihre-finanzmacht/.

Die City of London (hat Staatsstatus und zahlreiche Privilegien) ist mit die größte Steueroase der Welt. Dort werden Steuergelder vieler Staaten versteckt. Doch ohne den Euro geht nichts. Der Euro ist inzwischen dem Dollar nahezu ebenbürtig geworden und könnte für diesen sogar zu einer Bedrohung werden.

Blankfein mischt sich zum ersten Mal konkret in die Brexit Diskussion ein. Die Briten sollten angesichts einer „so monumentalen und irreversiblen Entscheidung“ am Ende der Verhandlungen mit der EU noch einmal über einen Austritt abstimmen können. Angesichts der Erfahrungen durch die schwierigen Verhandlungen würde so mancher jetzt anders entscheiden, als beim Referendum 2016. Viele Manager in Großbritannien hätten ein „besseres Gespür für den harten und risikoreichen Weg“, twitterte Blankfein.

Kein Wunder, dass der Goldman Sachs Chef jetzt „dazu rät“, ein neues Brexit-Referendum in Großbritannien zu machen. Denn die Euro-Geschäfte sind zu wichtig. Die Steueroase ist zu wichtig sowie das freie, nahezu uneingeschränkte Agieren in einem Staat, der nur seinen eigenen Regeln unterworfen ist.

Watergate Redaktion 17.11.2017

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