DAS ENDE: Jetzt gibt die FAZ Merkel zum Abschuss frei

Auf Facebook liken

Nach 12 Jahren Merkel sagt jetzt auch Deutschlands großes Meinungsblatt ade

Die “FAZ” verabschiedet sich nun von ihrer Kanzlerin. Die folgende Analyse zeigt, wie der bisherige Liebling abserviert wird.

Einst wurde Angela Merkel von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hochgejubelt, stellt der Publizist Josef Kraus fest. Der „Rückblick“ des FAZ-Autoren Wolfgang Streeck, auf den sich Kraus bezieht, sieht jetzt das Ende der Merkel Ära kommen. Die deutsche Politik „erwache langsam aus ihrer postdemokratischen Narkose“, stimmt Streeck die Leser gleich zu Beginn ein.

Auch Kraus stellt seinen Lesern zu Beginn diese brisante Frage: „Hat die FAZ Merkel jetzt zum Abschuss freigegeben?“ (vgl. dazu http://bit.ly/2yUgCzo). Kraus resümiert, wie die FAZ eine 180-Grad Wendung hinlegt. Schon 1992 sah die FAZ das Potential der jungen CDU Politikerin und damaligen Bundesministerin für Frauen und Jugend. Angela Merkel habe die anerkannte Aussicht, die erste Bundeskanzlerin der Union zu werden, hieß es damals.

Wie Merkel Kohl absägte

1998 wurde Merkel Generalsekretärin der CDU. Nur ein Jahr später soll die FAZ Merkel „empfohlen“ haben, sich vom übermächtigen Kohl zu distanzieren und ihre eigene Karriere voranzutreiben.

Kraus erinnert an Merkels damalige Worte mit Bezug auf die Spendenaffäre, „Kohls Vorgänge haben der Partei geschadet“. Die Partei müsse sich von ihrer bisherigen Führungsperson trennen, um „laufen zu lernen“. Auf Merkels Initiative forderte das CDU-Präsidium Kohls Rücktritt vom Ehrenvorsitz. Damit war der Weg nach oben für „Kohls Mädchen“ frei.

Die FAZ feierte Merkel jahrelang

2010, führt Kraus weiter aus, schwärmte die FAZ von der „Großen Vorsitzenden“ alias Merkel. Die Kritik an Merkels Politik, vor allem in der Flüchtlingskrise, blieb jedoch immer sehr verhalten, erinnert Kraus. Als „Atomkanzlerin“ mit dem „Sachverstand einer Physikerin ausgestattet“, machte Merkel den mit den Grünen ausgehandelten Atomausstieg rückgängig, um dann nach dem Fukushima Desaster die schnelle Abschaffung der Atommeiler im Alleingang zu beschließen. Das war’s an Kritik seitens der FAZ.

Mit dem FAZ „Rückblick“ vom 16.11.2017 geht Streeck ans Eingemachte. In der Einführung heißt es: „Die Ära Merkel geht zu Ende. Zum Glück, denn sie steht für den sinnentleerten Machterhalt einer Monarchin“.

Die FAZ wirft Merkel eine richtungslose Politik mit ständigen Kehrtwendungen vor. Die Ausrichtung nach der linken Mitte rieche nach bloßem Machterhalt.

Der ständige politische Richtungswechsel belaste das Vertrauen eines Staates enorm. Die sinkende Wahlbeteiligung vorsätzlich in Kauf zu nehmen, nennt Streeck einen „Anschlag auf die Demokratie“. Gewählte Politiker müssten schon aus geringeren Anlässen zurücktreten. Selbst nach dem Wahldebakel der Union hätte Merkel nicht die Größe, die Konsequenzen zu ziehen.

Die FAZ kritisiert den Mainstream??

Kraus entgeht nicht, wie die FAZ den „Schulterschluss“ zwischen Merkel und dem Mainstream kritisiert. Ironischerweise. Gehört doch die FAZ trotz ihres Slogans „die Zeitung, hinter der immer ein kluger Kopf steckt“, zu den ganz großen Mainstream-Medien in Deutschland. Auch der Rückhalt, den Merkel von der Kirche erhält, lässt der Autor nicht unkommentiert. Gerade in der Flüchtlingsfrage erhielt Merkel Rückendeckung durch den Kölner Kardinal Woelki: „Die Kanzlerin verdient unsere Unterstützung“, sagte er im März 2016.

Der Zwang zur pro-europäischen Merkel-Politik

Die FAZ macht Merkel ebenso für das Erstarken der rechten Partei AfD verantwortlich. Das Auftreten neuer populistischer linker und rechter Parteien sei auf die mangelnde Positionierung der traditionellen großen Volksparteien zurückzuführen.

Mit Merkels politischer Verschiebung in die linke Mitte habe die CDU ihre traditionelle rechtskonservative Position und so einen Großteil der Wähler verloren. Die AfD, ursprünglich eine elitär-bürgerliche liberale Partei, wurde mit ihrer Entwicklung Richtung Rechtspopulismus zum großen Konkurrenten der Union.

Eine Zeitlang war Merkels „Kampf gegen rechts“ jedoch erfolgreich. Es galt, die Zweifel an der Europa- und Einwanderungspolitik zu unterdrücken. Jegliche Kritik an Merkels Politik musste verstummen, um nicht in einen Topf mit den Rechten geworfen zu werden.

Weiter beschreibt der FAZ Autor zu unserem Erstaunen, dass eine „offizielle Antifaschismus-Kampagne“ gegen die AfD gestartet werden musste, an der Presse, Rundfunk, Fernsehen, Schulen, Hochschulen und Kleriker bundesweit beteiligt wurden.

Geschehen im Mainstream noch Zeichen und Wunder?

Erstaunlicher ist die Benennung Donald Trumps als „Erzfeind aller Menschen guten Willens“. Schön, dass ein Journalist dies offen formuliert. Der Antifaschismus machte auch an den deutschen Grenzen nicht halt. Man musste pro-europäisch sein, was auch der Grund war, warum in Österreich schnell ein Grüner Bundespräsident werden sollte. Als Kämpfer gegen die anti-europäische Gefahr musste in Frankreich zuletzt der junge Ex-Banker Emmanuel Macron als neuer Präsident her – als Überwinder der tiefen Gräben zwischen links und rechts.

Die Merkelsche Willkommenskultur, die in allen EU-Staaten zelebriert werden musste, wertet der FAZ Autor Streeck als „Wiedergutmachung deutscher Schuld“. Der Preis dafür sei aber zu hoch gewesen: Faschismus und Rassismus seien dadurch in Europa wieder hoffähig geworden. Streeck sieht darin auch den Grund für den Brexit.

Die Alternativ-Medien machen schon jahrelang die Vorarbeit

Watergate.tv meint: Mit seiner Schlussfolgerung einer „deutschen Wiedergutmachung“ macht es sich Streeck zu einfach. Die Hintergründe für die Flüchtlingspolitik Merkels sind wesentlich vielschichtiger und weitreichender, als der Autor es hier darstellen möchte. Watergate.tv hatte mehrfach über die Hintergründe der Migrationsbewegungen berichtet.

In seinem langen Aufsatz über die Geschichte der Angela Merkel rechnet Streeck mit Merkel umfassend ab. Sie wird geradewegs zum Abschuss freigegeben. Die „Schelte“ der FAZ kommt jedoch etwas spät. Denn Merkels Macht in Deutschland existiert nach dem Wahldebakel nur noch formal. Ihr Niedergang zeichnete sich schon Ende 2015 ab.

Für die Mehrheit der Deutschen ist sie schon lange untragbar geworden. Die Alternativen Medien berichteten schon seit Jahren unermüdlich über die politischen und unverantwortlichen sowie kriminellen Verfehlungen Merkels.

Nachtreten? Nicht die feine englische Art

Doch erst seit dem Ergebnis der Bundestagswahlen traut sich der Mainstream, Kritik laut zu äußern. Die Zeichen stehen sowieso auf Merkels bevorstehenden Sturz. Jetzt mit der Merkel-Kritik zu beginnen, sieht nach Nachtreten aus. Nicht gerade die feine Art des stilsicheren Journalismus.

 

Auf Facebook liken