Hinter den Kulissen: Wird Merkel EU-Kommissionschefin – und baut den Merkel-Macron-Staat?

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Ist Merkel tatsächlich gescheitert? Oder war das Berliner „Jamaika-Theater“ inszeniert?

Im Mai 2019 finden die nächsten EU-Wahlen in Brüssel statt. Diese könnten höchst interessant werden. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatte bereits angekündigt, nicht mehr als Kandidat zur Wahl antreten zu wollen. Juncker war 2014 von den europäischen Staats- und Regierungschefs ernannt worden. Damit wird der Posten im Mai 2019 wieder vakant. Zu den Top-Kandidaten könnte jetzt Angela Merkel zählen, nachdem ihre Zeit als Kanzlerin durch das Jamaika-Aus abgelaufen ist.

Stehen Personalien Merkels, Schäubles und von der Leyens schon lange fest?

Das „Scheitern Merkels“ und die „Verantwortungslosigkeit Lindners“ wird jetzt in allen Medien diskutiert. Doch war der Abgang Merkels möglicherweise schon von langer Hand hinter den Kulissen geplant? Weiß Merkel schon lange über die Personalpläne der Eliten Bescheid? Ihr auffällig zurückhaltendes Verhalten bei den Jamaika-Sondierungsgesprächen und ihre fehlenden politischen und inhaltlichen Positionierungen könnten ein Indiz dafür sein. Ihre scheinbare Konzeptionslosigkeit könnte Ausdruck ganz anderer Planungen gewesen sein.

Nach der Bundestagswahl zeichnete sich bereits ab, dass das CDU Urgestein, Finanzminister Wolfgang Schäuble, für diesen Posten nicht mehr in Frage kommen würde. Daher wurde er nach der Bundestagswahl zum Bundestagspräsidenten ernannt. Denn Schäuble war für das Amt eines EU-Finanzministers nicht geeignet. Der 75-jährige „urdeutsche Schwabe“ ist bei den Südeuropäern viel zu unbeliebt.

Haben Schäuble und Merkel gelogen?

Oder hat Schäuble keine Chancen mehr in Brüssel, weil seine illegalen Machenschaften als Finanzminister und heimlicher Chef der Eurogruppe bekannt werden? Der ehemalige griechische Finanzminister Varoufakis behauptete jetzt, Merkel und Schäuble haben bewusst gelogen: Das zweite Rettungspaket für Griechenland war in Wirklichkeit ein Rettungspaket für die französischen und deutschen Banken (vgl. dazu https://www.merkur.de/politik/varoufakis-behauptet-merkel-und-schaeuble-haben-gelogen-um-banken-zu-retten-zr-9362517.html ).

Ein weiteres CDU Urgestein, Ursula von der Leyen, sicherte sich jüngst mit ihrem EU-Mammut-Verteidigungs-Projekt PESCO ihre internationale Karriere ab. Denn die Verteidigungsministerin dürfte ihr Amt in einer neuen Regierung ebenfalls nicht mehr behalten. Wusste von der Leyen, wie Merkel, ebenfalls von den personellen Plänen der Eliten?

Mit einem höchst klugen Schachzug sicherte sich von der Leyen jetzt ihre Kandidatur für höhere Ämter, vielleicht in der EU-Kommission oder als neue Verteidigungsministerin des EU-Superstaates? Watergate.tv berichtete ausführlich über den Coup, den sie, von langer Hand geplant, vor wenigen Tagen landete: http://www.watergate.tv/2017/11/17/von-der-leyen-landet-mit-der-eu-armee-den-grossen-coup/

Europa in der Krise braucht neue Gesichter

Europa steckt in der Krise. Die Europabegeisterung, die Macron verzweifelt zu entfachen versucht, will nicht Feuer fangen. Die nationalkonservativen Parteien in Europa sind auf dem Vormarsch. Osteuropa schickt sich an, einen machtpolitischen Block gegen Zentraleuropa zu entwickeln. Die traditionellen großen Volksparteien verlieren überall.

Im Machtzentrum in Brüssel ist man deshalb zunehmend besorgt. Fieberhaft wird dort überlegt, wie man ein gemeinsames Europa wiederbeleben könnte. Mit Macron hat man den ersten großen Verfechter. Doch in Paris bröckelt seine Macht bereits. Deshalb braucht man weitere Unterstützer in Zentraleuropa. Wird Sebastian Kurz in Österreich das Zünglein an der EU-Waage? Wie wird er regieren? Auf welche Seite wird er sich schlagen? http://www.watergate.tv/2017/11/17/sebastian-kurz-das-zuenglein-an-der-eu-waage/

Ohne Deutschland geht nichts in Brüssel

Jetzt kommt es ganz auf Deutschland an. Deutschland und Frankreich als schwergewichtiges Führungsduo ist wichtig für den Machterhalt in Brüssel. In Deutschland ist man aber Merkel-müde. Und Merkel ist Deutschland-müde. Sie hat ihren Auftrag, die „Mission Massenmigration nach Europa“ anordnungsgemäß ausgeführt.

Warten jetzt höhere Aufgaben auf Merkel? Als „Dank“ für den Dienst, den sie an Europa getan hat? Denn das Gespann Merkel-Macron, genannt „Merkcron“ hatte schon gut Fahrt in Richtung EU-Superstaat aufgenommen. Mit einer Merkel als EU-Präsidentin in Brüssel würden die neuen EU-Pläne endgültig Gestalt annehmen. Denn auf Merkel kann man sich verlassen. Was man ihr aufträgt, wird umgesetzt.

In Deutschland braucht man daher jetzt einen neuen Hoffnungsträger. Einen jungen, unverbrauchten Kanzler à la Macron oder Kurz, der Deutschland und die Deutschen wieder begeistern kann. Ein Kanzler, der den Deutschen nach den schwierigen drei Merkel-Jahren mit Terror und Migranten-Angst wieder eine neue Vision von Deutschland und Europa bieten kann. Ein Kanzler, der die EU-Pläne zum Erfolg bringen wird!

Gute Gründe für Merkel, abzutreten

Merkel hat weitere gute Gründe, nicht mehr als Kanzlerin anzutreten. Ihre politischen Fehlentscheidungen könnten sie bald einholen: Die Bankenkrise, zu deren Eskalation Merkel und Schäuble beigetragen haben, ist alles andere als gelöst. Im Gegenteil: Europa steht mit der Politik der EZB wahrscheinlich ein neuer großer Finanzcrash bevor.

Die Arbeitslosigkeit ist immens, prekäre Jobs und Leiharbeit nehmen in Deutschland zu. Jetzt soll auch noch die Rente mit 63 abgeschafft werden. Die Rentner verarmen und die Ersparnisse schmelzen durch Nullzinspolitik und schleichende Enteignung durch den Staat dahin. Möglich, dass Lindner ein „solches Erbe“ nicht antreten wollte. Denn Merkel und Schäuble haben die EU-Banken und Griechenland „gerettet“, in dem sie zweimal tief in die Steuerkasse der deutschen Steuerzahler gegriffen haben.

Ausland „feiert“ jetzt auch Merkels Machtverlust

Merkel steht jetzt auch im Ausland als Verliererin nach dem Jamaika-Debakel da. In den europäischen Medien schließen sich die Kommentare den deutschen Medien an. Auch im Ausland hält man es für ein Zeichen ihres Machtverlusts, dass sie Jamaika nicht zustande gebracht hat. Auch das Ausland sieht in Neuwahlen den richtigen Weg für Deutschland. Alles nur Ablenkmanöver?

Wunschkandidatin für Brüssel

Die Christdemokraten im Europaparlament jedoch sehen in Angela Merkel ihre Wunschkandidatin für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten. Sollte Merkel sich dafür als Top-Kandidatin aufstellen lassen, wird sie hier vermutlich keinerlei Konkurrenz aus der eigenen Partei zu befürchten haben. Für Merkel wären so viele Probleme auf einen Streich gelöst, vor allem Probleme, die sie als Folgen ihrer desaströsen Kanzlerschaft hinterlässt.

Ob die Mehrheit der europäischen Bevölkerung von Merkel als EU-Kommissionspräsidentin begeistert wäre, ist zu bezweifeln. Verhindern kann es niemand – denn kein Wähler in Europa ist direkt an solchen Entscheidungen beteiligt.

Es bleibt die nächsten Tage und Wochen spannend. Wer wird neuer Kanzler? Welche Regierungskonstellation kommt zustande? Was geschieht in Brüssel im Frühjahr 2019?  Watergate.tv bleibt dran.

 

 

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