+++ Trotz Warnungen: Anleger kaufen weiter Bitcoin +++

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Der Bitcoin ist weiter auf Höhenflug und nimmt jetzt Kurs auf die 10.000 Dollar Marke. Trotz vieler Warnungen kaufen Anleger weiter, denn bislang ließ sich mit dem Bitcoin viel Geld verdienen. Risikolust und Gier scheinen nicht zu bremsen zu sein. Gerade in einer finanziellen Situation von Niedrig-Zinsen. Kein Geschäft will verpasst werden.

Doch beim Bitcoin ist besondere Vorsicht geboten. Der Kurs ist besonders volatil, weil spekulativ und virtuell. Zu Beginn des Jahres lag der Kurs bei 1000 Dollar. Im September erreichte er 5000 Dollar um dann wenig später um 40% einzubrechen. Jetzt steht der Bitcoin kurz vor der 10.000 Dollar Marke.

Der extreme Kursanstieg ist mit dem Interesse der Anleger zu erklären. Viele wollen noch auf den Gewinn-Zug aufspringen. Der Kurs hat dieses Jahr über 800% an Gewinn zugelegt. Bislang sind die Anleger vor der Gefahr einer Blase nicht zu warnen.

Der Bitcoin ist eine reine Kryptowährung. Sie ist rein digital und hat keinen Gegenwert. Sie dient vor allem Spekulanten und Geldwäschern. Andere sehen im Bitcoin das digitale Zahlungsmittel einer Zukunft ohne Bargeld. Viele sehen Vorteile, da der Bitcoin unabhängig von Banken ist. Bitcoin wird Kryptowährung genannt, weil die Transaktionen verschlüsselt vorgenommen und gespeichert werden.

Bitcoins werden im Internet erzeugt. Spezielle Programme berechnen bestimmte Algorithmen und errechnen sogenannte Blocks. Inzwischen können Bitcoins auch an Börsen gekauft werden. Anleger oder Konsumenten können Bitcoins mit herkömmlicher Währung an Bitcoin Börsen kaufen. Wenn sich ein Käufer an einer Bitcoin Börse angemeldet hat, kann er mit jeder Währung Bitcoins durch Überweisung eintauschen. Um Bitcoins zu erhalten, kann man aber auch Dienstleistungen oder Waren anbieten.

Bei einer reinen digitalen Währung basieren sämtliche Transaktionen nur von Rechner zu Rechner. Keine Bank oder dritte Person ist zwischengeschaltet. Im Gegensatz zur herkömmlichen Währung unterliegt der Bitcoin auch keiner Kontrolle durch Zentralbanken oder Staaten. Da der Bitcoin aber immer populärer wird, beschäftigen sich zunehmend Zentralbanken mit dem Thema. Einige bezeichnen die Bitcoin Währung als Revolution des Finanzsystems, andere warnen vor einer gefährlichen Spekulationsblase.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel (BIZ) hat jetzt gesagt, die Zentralbanken könnten das Wachstum von Kryptowährungen nicht mehr länger ignorieren, da dies eine Risiko für die Finanzstabilität darstellen würde. Kritiker warnen vor dem Bitcoin. Nach einem derartigen Höhenflug sei der Fall unausweichlich. Der Bitcoin sei die größte Abzocke aller Zeiten.

Verständlich, dass Banken im Bitcoin eine gefährliche Konkurrenz sehen. Zudem, weil der Bitcoin keiner Kontrolle unterliegt. Ob der Bitcoin wirklich eine Blase ist, wird sich erweisen. Währungen ohne Gegenwert sind jedoch immer gefährlich, weil rein virtuell.

Watergate Redaktion 28.11.2017

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