+++ Jusos: Petition gegen Große Koalition und erbitterter Widerstand +++

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Die Jugendorganisation der SPD, die Jusos, hatte bereits gestern Protest gegen eine große Koalition geäußert. Der Chef der Jusos, Kevin Kühnert, warnte Martin Schulz eindringlich vor einer neuen Koalition mit der Union.

Gestern Abend waren Angela Merkel, Horst Seehofer und Martin Schulz zu Gesprächen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue in Berlin zusammengekommen um über eine mögliche Neubildung einer großen Koalition zu beraten. Der Inhalt der Gespräche bleibt geheim, daher gibt es heute Morgen keine Stellungnahme der Politiker. Sie werden heute parteiintern über die Gespräche beraten.

Heute starteten die Jusos eine Petition gegen eine große Koalition. Sie kündigten vehementen Widerstand gegen eine GroKo an und riefen alle SPD Mitglieder auf, gegen eine GroKo zu stimmen. Auf ihrer Homepage veröffentlichte die SPD Jugendorganisation die Petition unter dem Motto #NoGroKo.

Die erste Absage der SPD an die Union sei richtig gewesen. Die fehlende politische und demokratische Auseinandersetzung habe das Erstarken der Rechten in Deutschland verursacht. Eine Demokratie lebe von der Auseinandersetzung politischer Lager und diese finde in einer großen Koalition kaum statt. Die Auswirkungen seien auch in andern europäischen Ländern zu beobachten.

Die Jusos kündigten zudem an, auf dem SPD Parteitag nächste Woche einen Antrag gegen eine GroKo zu stellen und erbitterten Widerstand dagegen leisten. Sie werden sogar soweit gehen, den Ausschluss einer GroKo zu beantragen. Eine Minderheitsregierung wäre in der aktuellen Lage die beste Lösung, so Kühnert. Die SPD dürfe aber keinesfalls dazugehören. Nur noch 22 Prozent der Deutschen wollen eine große Koalition. Nach dem Jamaika- und Glyphosat-Debakel dürfte die Union weiter drastisch an Stimmen verloren haben.

Watergate.tv meint: Neuwahlen wären die beste Lösung

Watergate Redaktion 1.12.2017

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