+++ Große Medienkampagne gegen Brexit – Kampf um Finanzimperium oder gegen EU-Zerfall? +++

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Die Kampagnen gegen den Brexit werden immer lauter. Zuletzt hatte sich Goldman Sachs Chef Larry Blankfein in der Presse zu Wort gemeldet. Er forderte ein neues Brexit Referendum. Watergate.tv hatte bereits darüber berichtet: http://www.watergate.tv/2017/11/17/goldman-sachs-fordert-neues-brexit-referendum/.

Jetzt soll angeblich die Hälfte aller Briten ebenfalls für ein neues Brexit Referendum sein. 50 Prozent sollen darüber abstimmen wollen, ob ein Brexit nach den Verhandlungen der letzten Wochen noch gewünscht ist oder nicht. Das Volk solle entscheiden, ob es die Bedingungen für den Austritt akzeptieren wolle.

Britische Medien hatten wiederholt vor einem Brexit gewarnt. Die Zahlungen an die EU seien zu hoch und die Risiken und Nachteile für die britische Wirtschaft nach einen EU-Austritt zu groß. Ex-Premierminister Tony Blair sagte, noch sei der Brexit umkehrbar, denn die Ziele der britischen Regierung für einen Austritt seien nicht erreichbar, denn die Regierung wolle zwar den EU-Binnenmarkt verlassen, jedoch alle Vorteile behalten. Dies sei aber unmöglich.

Premierministerin Theresa May wird sich heute mit EU-Kommissionpräsident Juncker in Brüssel treffen. Sie wollen die festgefahrenen Verhandlungen beschleunigen. Brüssel hatte London eine Frist für Zugeständnisse gesetzt. Brüssel fordert demnach finanzielle Zusagen in Milliardenhöhe von London, rechtliche Garantien für drei Millionen EU-Bürger in Großbritannien und die Vermeidung von Grenzkontrollen zwischen dem EU-Land Irland und Großbritannien. Die EU will erst nach Zusage der Zugeständnisse über weitere Handelsbeziehungen mit London sprechen.

Brexit Hardliner hatten Theresa May aufgefordert, die Forderungen aus London in Brüssel durchzusetzen. Brexit bedeute Brexit und kein Zurück. Sollte Brüssel die Forderungen aus London nicht akzeptieren, müsse May die Verhandlungen abbrechen. Sie fordern ein Ende der Personenfreizügigkeit und den Abschluss von Freihandelsabkommen ohne Zölle.

Sollten die Gespräche zwischen Juncker und May nach den Vorstellungen Brüssels verlaufen und May auf die Forderungen eingehen, wird Kanzlerin Merkel die übrigen Staats- und Regierungschefs zu erweiterten Brexit-Verhandlungen mit London einladen.

May erhält Druck von allen Seiten. Wie wird sie sich entscheiden? Wer hat ein Interesse, dass London in der EU bleibt? Wer will, dass Großbritannien die EU verlässt? Es ist offensichtlich, dass hier hinter den Kulissen ein Kampf zwischen zwei Parteien mit unterschiedlichen Interessen tobt. Dabei spielen die Zukunft der EU und Macrons EU-Pläne eine Rolle sowie London als Finanzmachtzentrum. Watergate.tv bleibt dran.

Watergate Redaktion 4.12.2017

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