+++ MERKEL gewinnt: EU-Kommission übermittelt Liste mit „BEDENKEN“, die auszuräumen sind +++

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Die Monsanto-Übernahme durch Bayer war eine schwere Geburt. Genauso schwierig wie die Verlängerung der Genehmigung für Glyphosat, das sogenannte Pflanzenschutzmittel, das inzwischen als krebserregend eingestuft worden ist. Aber die Regierung hat ganze Arbeit geleistet.

Freude bei der Industrie
Zunächst die Nachricht: Bayer muss sich jüngsten Berichten nach auf eine Liste von Bedenken einstellen, die derzeit von der EU-Kommission erstellt wird. Es geht um wettbewerbsrechtliche Fragen, die noch geklärt werden müssen. Erst müsse Bayer diese Bedenken aus dem Weg räumen, die Liste sei eine Hilfe dabei. Beide Konzerne, also Bayer und Monsanto selbst, könnten nun daran mitwirken, dass es nicht doch noch Schwierigkeiten mit der Kartellbehörde gibt. So könnten diese Bedenken etwa durch Verkäufe einiger Geschäftsanteile aus dem Weg geräumt werden, heißt es.

Die sogenannte Wettbewerbskommissarin der EU, Margrete Vestager, kündigte an, die Fusion bzw. Übernahme exakt beurteilen zu wollen. Wettbewerbsrechtlich bestehen Bedenken, ob die Landwirte künftig noch genügend Auswahl zwischen Saatgut und Unkrautvernichtern hätten. Natürlich hat dies dann auch Einfluss auf den Preis, der zu zahlen ist. Tatsächlich sind die Bedenken von Kritikern natürlich andere. Monsanto und Nachfolger könnten nach bewährter Art die Nutzung ihrer Mittel weltweit durchstzen, bei denen Landwirte vor Ort tatsächlich keine Wahl mehr haben, wenn etwa zufällig Saatgut auf deren Feldern gelandet sei. Nicht nur die Giftigkeit der Mittel, auch die globalen Geschäftspraktiken werden regelmässig an den Pranger gestellt.

Dennoch wird es – wenn es eine Bedenkenliste gibt – auch Möglichkeiten geben, die Bedenken zu beseitigen. Nachdem die Bundesregierung oder jedenfalls die Unionsteile der Bundesregierung ihren Segen dazu gegeben haben, steht auch diesem Deal weniger im Weg.

Haben Sie noch einmal etwas von der SPD gehört, nachdem diese – angeblich – bei der Zustimmung zum Glyphosat-Deal innerhalb der EU über den Tisch gezogen worden ist?
Es wurde merkwürdig still. So wie stets.

Watergate.TV meint: Merkel versprach Landwirten im Sommer, sich für Glyphosat einzusetzen. Gemeint war wohl: für Monsanto, Bayer und Glyphosat. Immerhin: Das ist gelungen.
Watergate.TV Redaktion 12.12.20017

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