+++ EU-Kommission: EZB soll Investmentbanken nach Brexit kontrollieren +++

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In Brüssel befürchtet man, dass Investmentbanken wie JP Morgan oder Goldman Sachs nach dem Brexit regulatorische Schlupflöcher benutzen könnten, um sich der Aufsicht von Behörden und zu entziehen. Daher hat die EU-Kommission beschlossen, dass die Banken nach dem Brexit der Kontrolle der EZB unterworfen werden sollen.

Die Finanzinstitute, die sich derzeit noch in London befinden, suchen neue Niederlassungen innerhalb der EU nach dem Brexit, damit sie weiterhin Zugang zu Ländern haben, die sich noch innerhalb der Europäischen Union befinden. Die EU-Kommission befürchtet, dass die Investmentbanken in Länder umsiedeln, die weniger strenge Kontrollen als die EZB in Frankfurt durchführen und weniger Kapitalrücklagen für die Geschäftsrisiken bilden.

Nach dem Brexit dürften rund siebzehn Prozent der britischen Bankenvermöge in die EU verlagert werden. Das EU-Parlament muss dem Vorschlag der EU-Kommission, die Aufsicht unter die EZB zu stellen, noch zustimmen. Zusätzlich will die EU-Kommission die Höhe der geforderten Kapitalrücklagen künftig nach Geschäftsrisiko einstufen. Ein kleinerer Anlageberater müsste demnach prozentual weniger Rücklagen bilden, als beispielsweise Finanzgiganten wie BlackRock oder Goldman Sachs.

Watergate Redaktion 15.12.2017

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