+++ Altersarmut: Rentner können sich kein Essen mehr kaufen +++

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Der Bundesverband der Tafeln hat ermittelt, dass sich die Zahl der Rentner, die sich dort kostenlos Lebensmittel abholen müssen, in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat. Jeder vierte, der zur Tafel gehen muss, sei inzwischen ein Rentner. In Deutschland gibt es rund 900 Tafeln, die regelmäßig 1,5 Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

Der Vorsitzende des Tafelverbandes Brühl kritisiert die Politik. Es bringe nichts, wenn Politiker nur vorbeischauen. Das „schöne“ Bild helfe nur Politikern beim Wahlkampf, nicht aber die Armut tatsächlich zu beseitigen. Es bedürfe tatkräftiger Hilfe, nicht nur bei den Tafeln. Das Grundproblem sei die steigende Armut in Deutschland, alarmierenderweise bei immer mehr Rentnern.

Armut sei immer der Nährboden eines Gefühls von Abhängigkeit und Ohnmacht, was letztlich zu Extremismus führe. Ein großes Problem seien vor allem die hohen Mieten. Dadurch sei kein Geld mehr für Essen und Kleidung übrig, so Brühl. Der soziale Wohnungsbau müsse Priorität haben. Vor allem viele Frauen seien von Altersarmut betroffen. Ende 2016 waren es bereits über 500.000 Rentner, die zusätzlich zu ihrer Rente einen Grundsicherung beantragen mussten.

Die bis dato angebotenen Instrumente der privaten Absicherung laufen übrigens auch deshalb ins Leere, weil die Zinsen dank der desaströsen EU-Politik so niedrig sind wie nie zuvor. Lebensversicherungsverträge, Sparkonten und private Rentenverträge bringen nichts.

Watergate.tv meint: Die Bevölkerung wird lange darauf warten können, dass die Politik etwas gegen Armut und Arbeitslosigkeit unternimmt. Diese Entwicklung scheint beabsichtigt. Doch zu vielen scheint es immer noch zu gut zu gehen. Sonst wären die Deutschen schon längst auf der Straße. In vielen anderen Ländern wird das schon lange praktiziert. Warum in Deutschland nicht?

Watergate Redaktion 21.12.2017

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