+++ Unfassbar: Schreibt Germanwings Angehörigen der Absturzopfer Briefe? Verzichtserklärung gefordert +++

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Der Absturz von Germanwings erregt noch immer die Gemüter. Noch immer gibt es Zweifel an der Darstellung der Behörden und der Fluglinie. Unabhängig davon schreibt die Fluglinie jetzt offenbar Angehörigen Briefe und bittet diese, Ansprüche gegen die Fluggesellschaft nicht mehr zu stellen. Dafür soll eine Verzichtserklärung geschrieben werden.

Therapiekosten gegen Verzicht

Die Bild berichtete von einer Frau, die als Angehörige eine Therapie benötigt und bislang die Kosten an die Airline selbst abgeben konnte. Die Airline selbst hat offenbar der Angehörigen zugesagt, sie würde weitere Unterstützung bekommen. Allerdings nur dann, wenn sie unterschreiben würde, rechtliche Ansprüche nicht mehr geltend zu machen.

Die Rechtsfolge wäre schlicht, dass die Angehörige oder weitere Angehörige, die unterschreiben würden, auf spätere Ansprüche verzichten würden. Selbst, wenn diese plötzlich etwa durch Dritte doch durchgesetzt würden. Die Bild-Zeitung wiederum berichtete ,die Angehörige wolle diese Drohung nicht auf sich nehmen , sondern vielmehr die Verzichtserklärung nicht unterschreiben.

Aktuell sollen bereits mehrere Anwälte sogar Klagen gegen die Fluggesellschaft vorbereiten. Die Fluggesellschaft selbst wiederum verweist darauf, dass die eigenen Leistungen freiwillig unternommen würden. Dementsprechend seien die anwaltlichen Tätigkeiten in Richtung Klageerhebung letztlich als „Ausnutzen“ zu werten.

Auf jeden Fall scheint es spannend zu bleiben. Unabhängig davon, ob die Gesellschaft eines Tages Ansprüche tatsächlich wird begleichen müssen, stellt sich die Frage nach dem Tathergang, der noch immer in Zweifel gezogen wird. Schuldiger war in der öffentlichen Wahrnehmung damals – dies zur Erinnerung – der Co-Pilot, der einen Suizid begangen habe. Dessen Vater wiederum hat diese Darstellung stets zurückgewiesen. Zweifel sind weiterhin nicht ausgeräumt. Watergate.TV meint: Schade, dass es juristische Winkelzüge um die Entschädigung von Angehörigen geht. Dabei geht es nicht um unbezahlbare Forderungen, sondern um kleinere Beträge.

Watergate.TV Redaktion 24. Dezember 2017

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