+++ Kriminalbeamte für Legalisierung von Cannabis – CDU dagegen +++

Auf Facebook liken

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hat jetzt das Ende des Cannabis-Verbots gefordert. Konsumenten müssten entkriminalisiert werden, denn das Cannabis-Verbot sei sowieso bald nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Das Ende des Cannabis-Verbots sei sogar aus mehreren Gründen sinnvoll, so der BDK. Das Cannabis-Verbot sei willkürlich eingeführt worden und weder intelligent durchdacht noch zielführend. In der Menschheitsgeschichte habe es immer Drogenkonsum gegeben. Daran änderten auch Verbote nichts.

Da das Verbot ohnehin nicht mehr lange aufrechtzuerhalten sei, könne man die Entkriminalisierung schon jetzt beschleunigen. Zum einen fördere das deutsche Rechtssystem kriminelle Karrieren. Außerdem gebe es bessere Maßnahmen, einen verantwortungsvollen Drogenkonsum zu lehren, als auf Strafen zu setzen.

Unionspolitiker wiesen die Forderung der Kriminalbeamte zurück. Der Kampf gegen illegale und harte Drogen werde nicht leichter, wenn man die Einstiegsdroge Cannabis legalisiere, sage der Vize der Bundestagsfraktion der CDU, Stephan Harbarth. Die Union wolle nicht zum Drogenkonsum verleiten. Eine Legalisierung würde ein deutliches Signal der Unbedenklichkeit an Kinder und Jugendliche senden.

Durch eine Legalisierung sei ein Konsumanstieg zu erwarten und dieser führe zur Verharmlosung der Droge. Ein größerer Konsum von Cannabis führe jedoch schließlich zu Gesundheitsschäden. Auch die Gewerkschaft der Polizei sprach sich gegen eine Legalisierung von Cannabis aus. Es gebe keinen Grund, den Konsum von Cannabis schönzureden, so der Sprecher der Polizeigewerkschaft Schönwald.

Die Union übersieht nicht nur, dass gerade die Kriminalisierung des Cannabis-Konsums dazu führt, dass Suchtkranke zu spät um Hilfe ersuchen. Außerdem findet durch ein Verbot keine vernünftige und angemessene Aufklärung über die Droge statt. Niemand kann differenziert über Cannabis sprechen, ohne sich strafbar zu machen, beispielsweise Lehrer in Schulen.

Denn Cannabis kann zwar auch als Droge verwendet werden. Doch es ist erwiesen, dass Cannabis gegen eine ganze Reihe von schweren Erkrankungen wirkt, vor allem gegen Krebs. Zudem wirkt es bei Krankheiten wie Parkinson krampflösend und kann Alzheimer aufhalten. Depressive Verstimmungen, gerade bei alten Menschen in Pflegeheimen, können mit Cannabis gelöst werden. Es gibt eine ganze Reihe von Krankheiten und Beschwerden, gegen die Cannabis wirkt.

Cannabis darf in Deutschland bereits bei einigen schwereren Erkrankungen ärztlich verschrieben werden. Auch in den USA wird Cannabis bereits weit verbreitet Patienten verschrieben. Eine Legalisierung und entsprechende Aufklärung über die Wirkungsweise der Pflanze wäre daher mehr als sinnvoll, um das Leiden von tausenden Kranken und Alten zu lindern und Suchtabhängige nicht in einen Teufelskreis der Kriminalität zu befördern.

Watergate Redaktion 6.2.2018

Auf Facebook liken