+++ Mikroplastik stört die menschliche Zellkommunikation +++

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Mikroplastikpartikel sind winzig klein. Viele Kosmetikhersteller mischen Mikroplastikpartikel in ihre Produkte, beispielsweise in Duschgels, Hautpeelings oder Zahnpasten. Doch sind die winzigen Plastikteilchen gefährlich, wenn sie vom Körper aufgenommen werden? Eine Studie des Bundesumweltamts hat jetzt darüber Aufschluss gegeben.

Die Mikroplastik-Kügelchen, die mit Gels oder Peelings auf der Haut aufgetragen werden, gelangen zwar so nicht in den Körper. Doch durch das Abwasser gelangen Mikroplastikteilchen schließlich doch in den Trinkwasserkreislauf. Denn die Plastikteilchen sind viel zu klein, um in Kläranlagen herausgefiltert werden zu können.

Trinkwasserforscher des Bundesumweltamts haben sich Bilder von Lebendzellen-Mikroskopen angesehen. Die Forscher konnten Bedingungen herstellen, unter denen menschenähnliche Zellen über einen längeren Zeitraum überleben konnten. Die Zellen wurden mit Mikroplastikteilchen „gefüttert“, um zu beobachten, wie diese darauf reagieren.

Das erste Zwischenergebnis ließ die Forscher aufhorchen: Mikroplastikteilchen können Störungen in menschlichen Zellen verursachen. Die Forscher konnten beobachten, dass die Zellen Mikroplastikpartikel aufgenommen haben, welche sich in darin angereichert und schließlich die Zellkommunikation störten. Zudem zeigten die Zellen Entzündungsreaktionen.

Im der Abteilung für Toxikologie des Trink- und Badebeckenwassers wird seit Jahrzehnten auf diesem Gebiet geforscht. Die Wasserqualität hat sich demnach zusehends verschlechtert, stellen die Forscher fest. Im Trinkwasser finden sich heute Rückstände von Medikamenten und Mikroplastikpartikel.

Die Auswirkungen der vielen neuen Rückstände im Trinkwasser müssten erst umfassend erforscht und bewertet werden. Ein aktuelles Projekt „Mikroplastik im Wasserkreislauf“ mit Partnern aus Deutschland soll ein erster Schritt sein. Hochschulen, Trinkwasserbetriebe und Forschungseinrichtungen sind daran beteiligt.

Plastikmüll und Mikroplastikpartikel sind inzwischen ein weltweites großes Problem geworden, für das noch keine Lösung gefunden wurde. Watergate.tv hatte in einem ausführlichen Artikel darüber berichtet und einen Link mit Produkten, die Mikroplastikpartikel enthalten zur Verfügung gestellt. Den Artikel können Sie hier nachlesen: http://www.watergate.tv/2017/06/18/unfassbar-eu-regelt-plastikverbrauch-zu-tode-und-ein-junger-mann-zeigt-die-rettung-der-ozeane/

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