+++ Wie Sie Demenz vorbeugen können und das Gehirn stärken +++

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Der bekannte Hirnforscher Gerald Hüther ist der Ansicht, dass die meisten Menschen dement werden, weil deren Gehirn mit der Zeit abbaut. Nicht Ablagerungen, sondern die mangelnde Erneuerung im Gehirn sei für die schleichende Degeneration verantwortlich. Wer aber die Fähigkeit zur Selbstheilung nutze, könne im Alter geistig fit bleiben. Es komme auf die richtige Lebensweise an. Denn dann könnten die Selbstheilungskräfte des Gehirns aktiv bleiben und so vor Demenz schützen.

Gerald Hüther unterscheidet sich in seiner Meinung über die Ursachen des Verfalls von Gehirnen von der herkömmlichen Schulmedizin. Diese geht von biologischen und physiologischen Ursachen für den Beginn einer Demenz aus. Hüther sieht andere Ursachen als Auslöser für Demenz verantwortlich. Nach seinen Erkenntnissen sind es nicht degenerative Veränderungen, die zur Demenz führen. Außerdem lasse sich das Gehirn bis ins hohe Alter ständig erneuern. Dafür brauche es die Aktivierung der Selbstheilungskräfte, die jedoch nur in einem idealen Umfeld aktiviert werden könnten.

Als Beispiel für seine These greift Hüther eine Demenz-Langzeitstudie auf, die mit alten Nonnen durchgeführt wurde. Die Untersuchungen nach dem Tod zeigten, dass ein Drittel der Frauen stark geschädigte Gehirne hatte. Die Gehirne wiesen starke Ablagerungen und verstopfte Gefäße auf. Jedoch litt zu Lebzeiten keine der Frauen unter Demenz. Es war ihnen offenbar gelungen, den Gehirnverfall zu kompensieren und trotzdem geistig fit zu bleiben.

Nach Hüthers Ansicht erneuern sich Neuronen ein Leben lang. Zudem glaubt er, dass Gehirne noch bis ins hohe Alter umgebaut werden können. Die Neuroplastizität lasse neue Nervenzellen entstehen, die neue Verbindungen zwischen Hirnzellen bilden. So könnten auch im hohen Alter ständig neue Vernetzungen im Gehirn entstehen und die Verbindungen, die verloren gegangen sind, ersetzen.

Hüther hält die richtige Umgebung für die ständige Erneuerung der Nervenzellen für ausschlaggebend. Nur wer in einem Umfeld lebt, in dem er gestalten kann und sich ganz wohl, verstanden und geschätzt fühlt, könne sein Gehirn regenerieren. Doch gerade diese Umstände seien in der heutigen Gesellschaft nur noch selten vorhanden. Gerade alte Menschen, die nicht mehr gebraucht würden, hätten schlechte Voraussetzungen um ihr Gehirn zu regenerieren.

Watergate Redaktion 11.4.2018

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