https://www.watergate.tv Hier sind Sie unsere News 2 de-DE Mon, 20 Aug 2018 00:10:11 +0200 https://www.watergate.tv/bundesregierung-rechnet-offenbar-mit-giftanschlaegen-in-deutschland/ https://www.watergate.tv/bundesregierung-rechnet-offenbar-mit-giftanschlaegen-in-deutschland/ Sun, 19 Aug 2018 22:10:11 +0000 Watergate Redaktion This is my first Instant Article. How awesome is this?????
Bundesregierung rechnet offenbar mit Giftanschlägen in Deutschland

„Deutschland muss Maßnahmen beim Bevölkerungsschutz treffen“, mahnt das Bundesamt für Katastrophenschutz. Viele Einsatzkräfte seien auf Anschläge mit Chemie- oder Kriegswaffen nicht eingestellt. Auch auf Terroranschläge mit Giftstoffen sei Deutschland nicht ausreichend vorbereitet. Es sei dringend notwendig, Maßnahmen für den gesundheitlichen Bevölkerungsschutz zu treffen, sagte der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Die Gefahr eines Giftanschlags sei durchaus real, denn man habe in Köln unter anderem Rizin gefunden. Rizin gilt als eines der gefährlichsten Bio-Kampfstoffe der Welt. Er ist leicht herzustellen. Offenbar war in Köln ein Anschlag mit Rizin geplant. Im Juni hatte die Polizei in Köln einen Tunesier festgenommen, der das hochgiftige Rizin hergestellt hatte. Die Bundesanwaltschaft kam zu dem Schluss, dass der Mann eine biologische Bombe bauen und an einem belebten Ort zünden wollte.

Viele Einsatzkräfte seien bei Anschlägen durch biologische oder chemische Kampfstoffe unvorbereitet. Aber auch Krankenhäuser und Rettungsdienste seien mangelhaft vorbereitet und geschult.

Dies sei auch der Fall für Anschläge mit Kriegswaffen. Bei den Anschlägen in Paris 2015 hätten die Angreifer Kalaschnikows verwendet. Kriegsgewehre würden ganz andere Verletzungen verursachen, als eine Pistole. Rettungskräfte müssten auf solch schwere Verletzungen vorbereitet sein. Dazu sei auch spezielle Ausrüstung in den Rettungswagen notwendig, mahnt Unger.

Die Warnung des Katastrophenschutzes lässt nichts Gutes erahnen und weckt Erinnerungen an die beiden „Nowitschok-Fälle“ in Großbritannien. Was hat man in Deutschland vor? Sind neue Anschläge geplant? Giftanschläge? Jüngst warnte Bayerns Innenminister Herrmann vor der anhaltenden Gefahr durch gewaltbereite Islamisten für die innere Sicherheit. Auch in Deutschland bestehe eine anhaltend hohe Gefahr für dschihadistisch motivierte Gewalttaten. Islamisten seien bereit, auch biologische Waffen einzusetzen. Die Sicherheitsbehörden seien deshalb besonders wachsam.

Worauf will man die Öffentlichkeit vorbereiten?

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https://www.watergate.tv/hessen-bereitet-den-staatlichen-glyphosat-ausstieg-vor/ https://www.watergate.tv/hessen-bereitet-den-staatlichen-glyphosat-ausstieg-vor/ Sun, 19 Aug 2018 22:01:37 +0000 Watergate Redaktion This is my first Instant Article. How awesome is this?????
Hessen bereitet den staatlichen Glyphosat-Ausstieg vor

Hessen hat eine „Glyphosat-Ausstiegsstrategie“ entwickelt. Darin werden verschiedene Maßnahmen vorbereitet, den Einsatz von Glyphosat möglichst schnell zu beenden. Hessen will auf sämtlichen staatlichen Acker- und Forstflächen sowie in der gesamten Landwirtschaft, in Gärten und auf Freiflächen kein Glyphosat mehr spritzen, kündigte die Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerin Priska Hinz an.

Hessen sieht sich in einer Vorbildfunktion für ganz Deutschland. Auf dem vom Land bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieben ist das Glyphosat-Verbot bereits umgesetzt worden. Neue Pachtverträge von Staatsdomänen werden nur noch mit Glyphosat-Verzicht geschlossen. Neue Pächter werden vom Land Hessen individuell beim Glyphosat-Ausstieg und beim Einsatz von Alternativen beraten und unterstützt.

Wie sich herausstellte, besteht bei Hessens Landwirten und Pächtern von Staatsdomänen großer Beratungsbedarf zu Glyphosat-Alternativen. Die große Nachfrage zeige, dass ein Umdenkprozess begonnen habe. Die breite Öffentlichkeit sehe Glyphosat inzwischen ohnehin als sehr kritisch, so die Landwirtschaftsministerin.

Alternativen zu Glyphosat müssten weiterentwickelt und verstärkt genutzt werden, führt die Landwirtschaftsministerin weiter aus. Durch kulturtechnische Möglichkeiten (Fruchtfolge, resistente Sorten etc.) sowie mechanische und thermische Verfahren könne man sehr gut auf Glyphosat verzichten. Aber auch biologische Maßnahmen würden verstärkt in das Anbaukonzept miteinbezogen.

Auch im hessischen Staatswald wird bereits seit 2016 kein Glyphosat mehr versprüht. Das ist besonders wichtig für die Erhaltung der Artenvielfalt, sagt Hinz. Die neuen Richtlinien sind für die Bewirtschaftung der Staatswälder festgeschrieben. Pflanzenpestizide dürfen nur noch in Ausnahmefällen und nach Genehmigung durch das Ministerium eingesetzt werden. Auch im Hinblick auf die FSC-Zertifizierung (Siegel für guten Wald und gutes Holz sowie verantwortungsvolle Forstwirtschaft) dürfe kein Pestizid im Staatsforst mehr zum Einsatz kommen.

Auch viele Gemeinden in Hessen verzichten bereits seit längerem freiwillig auf den Einsatz von Glyphosat bei der Pflege ihrer Grünflächen. Das Hessische Landesministerium hatte schließlich 2015 die Anwendung von Glyphosat auf öffentlichen Flächen verboten.

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https://www.watergate.tv/100-jahre-fahren-ohne-auftanken-die-vergessene-antriebsmethode/ https://www.watergate.tv/100-jahre-fahren-ohne-auftanken-die-vergessene-antriebsmethode/ Sun, 19 Aug 2018 22:01:34 +0000 Watergate Redaktion This is my first Instant Article. How awesome is this?????
100 Jahre fahren ohne auftanken – Die vergessene Antriebsmethode

Ist Thorium der Brennstoff der Zukunft? Nach Fukushima und Tschernobyl erinnert sich die Industrie wieder an einen Brennstoff, der jetzt wieder als Hoffnungsträger für die Atombranche gilt. Doch Thorium kann nicht nur in Kraftwerken eingesetzt werden. Eine amerikanische Firma entwickelt neue Antriebssysteme für Fahrzeuge. Für ihre Tests verwendet die Firma „Laser Power Systems“ aus Connecticut kleine Thorium-Blocks. Die Hitze, die im Inneren des Blocks entsteht, wird genutzt, um Wasser mit einem Laser zu erhitzen. Eine Mini-Turbine wird durch den dabei entstehenden Wasserdampf angetrieben.

Thorium ist ein natürlich vorkommendes Element in der Erdkruste. Das Isotop kommt in der Erde dreimal häufiger vor, als Uran. In seiner natürlichen Form ist Thorium nahezu nicht radioaktiv, im Gegensatz zu Uran. Durch den Beschuss mit Neutronen wird das Material spaltbar gemacht. Dann wandelt es sich in Thorium-233 um, das wiederum in wenigen Minuten zu Proactinium-233 zerfällt. Dieses muss nun von einem weiteren Neutroneneinfang geschützt werden, so dass es in rund 27 Tagen zu Uran-233 zerfallen kann.

Uran-233 wiederum ist ein hervorragender Kernreaktor-Brennstoff, mit dem sich eine Kettenreaktion aufrechterhalten lässt: Unter Neutronenaufnahme setzt Uran-233 weitere Neutronen frei, die weiteres Uran-233 zur Spaltung anregen – und nebenbei weiteres Thorium-232 zu Thorium-233 umwandeln, womit sich der Kreislauf schließt.

China, Indien und Norwegen fangen an, Thorium-Reaktoren zu bauen. Die Technologie wurde bereits seit den 60er Jahren erforscht. Allerdings produziert diese Technologie keinen Plutonium-Abfall. Deshalb wurde sie nicht weiter erforscht. Denn das Militär brauchte damals Plutonium, um Atom-Bomben zu bauen. Deswegen wurde der Einsatz des hocheffizienten und umweltfreundlichen Thoriums zu Gunsten von Uran wieder fallengelassen. Zudem ist Thorium sehr günstig. Uran ist rund fünfmal teurer. Ein weiterer Grund, die Erforschung der Anwendung von Thorium jahrelang nicht mehr weiter zu verfolgen.

Die derzeitigen Antriebsmodelle für Autos wiegen rund 250 Kilo und können problemlos in zeitgenössische Autos eingebaut werden. Ein Gramm Thorium soll den gleichen Energiewert wie 28.000 Liter Benzin haben. Mit acht Gramm Thorium könnte ein Auto also 100 Jahre lang fahren, ohne jemals wieder Treibstoff nachtanken zu müssen. Die Firma Laser Power Systems entwickelt diese Antriebstechnologie gerade weiter. Das Ziel ist es, sie für die Serienproduktion fit zu machen.

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