+++ 160.000 Menschen demonstrierten in Paris gegen Macron +++

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Foto Gegenwind MacronLZ Macron

Was die Deutschen nicht zustande bringen, ist für andere europäische Völker eine Selbstverständlichkeit. Sie gehen zu Tausenden auf die Straße, wenn Sie mit der Regierung nicht einverstanden sind. Beste Beispiele sind die Rumänen, jüngst so auch die Armenier und am Samstag die Franzosen. Zehntausende Menschen gingen anlässlich des einjährigen Amtsbestehens von Präsident Macron in Paris auf die Straßen und demonstrierten gegen die Reformpolitik des Präsidenten.

Nach Angaben der Polizei sollen rund 40.000 Menschen an den Protesten teilgenommen haben. Die Organisatoren, Gewerkschafter und Teilnehmer berichteten allerdings von rund 160.000 Demonstranten. Sie versammelten sich am Samstagmittag vor der Oper in Paris. Sie demonstrierten vor allem gegen Macrons Arbeitsmarktreformen. Macron wurde auf Plakaten und von Darstellern als Sonnenkönig, als römische Gottheit Jupiter oder als Dracula persifliert. Denn für viele Franzosen tritt Macron zu autoritär und zu selbstverliebt auf. Zu oft erinnert der „kleine“ Mann an Napoleon oder an einen Monarchen. Äußerlich, charakterlich und politisch.

Unter den Teilnehmern der Demonstranten befanden sich Studenten, Krankenpfleger, Rentner und Vertreter der Eisenbahner. Aber auch ganze Familien nahmen teil und veranstalteten Picknicks. In dem Aufruf zur Demonstration hieß es: „Macron verhält sich wie ein verkehrter Robin Hood: Er nimmt von den Armen und verteilt an die Reichen“. Gegen 14 Uhr verließen die Demonstranten den Platz vor der Oper und gingen zum Bastille-Platz. Jean-Luc-Mélenchon, Chef der französischen Linkspartei sagte, die Demo solle die derzeit streikenden Arbeiter (Eisenbahner) unterstützen. Er rief für den 26. Mai zu weiteren Protesten auf.

Auch in Toulouse kamen rund 3000 Menschen zu einer Demo gegen Macron zusammen. In Bordeaux nahmen 500 Menschen an einer Demo gegen Macron teil und Lyon, Straßburg und Rennes waren es jeweils einige Hundert, die an den Demos zum „Fest für Macron“ teilnahmen. Auf ein baldiges Ende der Proteste kann Macron nicht hoffen. Es sind bereits weitere Demonstrationen angekündigt.

Viele der Demonstranten beriefen sich auf die französische Geschichte und insbesondere auf die Revolution von 1789. Jean-Luc-Mélenchon schrieb auf Twitter: „Wir sind das aufständische Volk Frankreichs, das sich darauf vorbereitet, das revolutionäre Volk zu sein. Wir müssen zusammengeschlossen bleiben, um dem Vaterland und der Welt ein anderes Schicksal anzubieten“.

 

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