Verschwörung oder Fakt: „Attentat auf Donald Trump?“

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von Guido Grandt

Der neugewählte US-Präsident Donald Trump ist wegen seiner radikalen Politik vielen ein Dorn im Auge. Wendet er sich mit seinem Protektionismus doch gegen das System der Globalisierung, bei dem sich transnationale Konzerne – hinter denen supranationale Finanzeliten stehen – sozusagen die Welt aufteilen. Dabei nehmen sie keine Rücksicht auf Völker- oder Bürgerrecht oder Rechtsstaatlichkeit. Ihre Maxime ist schrankenlose Spekulation, die Abschaffung des Trennbanken-Systems und die Abhängigkeit der Bürger von der (Zins-)Verschuldung. Und natürlich offene Grenzen für ungebremsten Freihandel, um ihre Profite zu steigern.

Donald Trump – der Feind des Establishment

An anderer Stelle schrieb ich: Erklärter Gegner der Globalisierung und damit Feind dieser Strippenzieher ist Donald Trump. Im Wahlkampf ließ er dem Vernehmen nach eine Anzeige veröffentlichen, in der erklärt wurde: Der Großinvestor George Soros, die Vorsitzende der US-Notenbank, Janet Yellen und der Goldman Sachs-Vorsitzende Lloyd Blankfein seien Teil einer „globalen Machtstruktur“, die für wirtschaftliche Entscheidungen verantwortlich sei, die Arbeiterklasse ausraube und den Reichtum des Landes gestohlen und in die Taschen einer Handvoll großer Konzerne und politischer Entscheider gelegt habe.

Aus diesem Grund hat Donald Trump nicht nur viele, sondern sehr viele Feinde. Genauso wie sein wohl berühmtester Amtsvorgänger John F. Kennedy.

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„Blaupause“ John F. Kennedy

Auch Kennedy stand (Anfang der 1960er-Jahre) für eine Politik des Wandels. So stellte er offen die Frage seines Landes im Kalten Krieg infrage, plante das Einwanderungsgesetz zu reformieren und setzte sich für die Abschaffung der Rassentrennung ein. Damit geriet er nicht nur ins Fadenkreuz des Establishments, sondern auch in das von Radikalen, die ihn schließlich für „vogelfrei“ und damit zum „Freiwild“ erklärten.

Ich erinnere daran: Der Aktivist Robert A. Surrey ließ – womöglich im Auftrag des rechten US-Generals Edwin Walker – in Dallas 15.000 Steckbriefe verteilen, mit der Überschrift: „GESUCHT WEGEN VERRATS“. Darüber das Konterfei von John F. Kennedy. Er sollte mit dem Tode bestraft werden. 48 Stunden später wurde er erschossen.

Die Schattenregierung und die Attentate

Der renommierte US-amerikanische Publizist David Talbot schrieb in seinem New York Times-Bestseller Das Schachbrett des Teufels – Die CIA, Allen Dulles und der Aufstieg Amerikas heimlicher Regierung: „In den letzten Monaten von Kennedys Präsidentschaft bildete sich in Amerikas Schattenregierung ein klarer Konsens heraus: Kennedy war eine Bedrohung der nationalen Sicherheit, er musste zum Wohl des Landes entfernt werden. Und Allen Dulles (damaliger CIA-Chef, verantwortlich für die Regierungsumstürze im Iran und in Guatemala, die Schweinebucht-Invasion auf Kuba und den Mord am Regierungschef des Kongo, Patrice Lumumba/GG) war der einzige Mann mit der Statur, den Verbindungen und dem entschlossenen Willen, etwas derart Ungeheuerliches zu bewerkstelligen.“

Talbot weiter: „Er hatte bereits einen Apparat für Attentate im Ausland aufgebaut und bereitete sich nun darauf vor, ihn nach Dallas zu schicken. Seine Bundesgenossen im Establishment hatten nicht mehr zu tun, als in die andere Richtung zu schauen – wie sie es immer taten, wenn Dulles zu ‚Exekutivmaßnahmen‘ schritt.“

Die Verschwörung um das Kennedy-Attentat

John F. Kennedy wurde am 22. November 1963 während der Fahrt im offenen Wagen auf einer Wahlkampfreise an der Dealey Plaza in Dallas mit mehreren Gewehrschüssen ermordet. Wenig später wurde der Öffentlichkeit Lee Harvey Oswald als Täter präsentiert. Doch noch bevor es zu einer Anklage und einem Gerichtsprozess kommen konnte, wurde dieser vom Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschossen.

Die sogenannte Warren-Kommission wurde eingerichtet, die die Umstände des Kennedy-Attentats aufklären sollte. Diese kam schließlich zum Schluss, dass Oswald als Einzeltäter gehandelt und es keine Verschwörung zur Ermordung des Präsidenten gegeben hatte. Später stellte sich jedoch heraus, dass das FBI, die CIA und der Secret Service wichtige Informationen vor der Warren-Kommission geheim gehalten hatten. Zudem wurde bezweifelt, dass die Kommission tatsächlich Interesse an der Aufklärung des Attentats hatte. Die späteren Untersuchungen deckten Ungenauigkeiten, Widersprüche und Fälschungen der vorherigen Ermittlungen auf. Doch bis heute ist das Rätsel des Kennedy-Attentats nicht zweifelsfrei gelöst.

Vielleicht fragen Sie sich nun, was das alles mit Donald Trump zu tun hat? Ich will es Ihnen sagen: Schon anfangs erwähnte ich, dass der neue US-Präsident sich mit seiner Politik gegen die Globalisierungs-Interesssen transnationaler Konzerne und supranationaler Finanzeliten stellt. Also gegen das Establishment und auch gegen die Mainstream-Medien. Damit ist er meiner Meinung nach genauso „Attentatsgefährdet“ wie einst John F. Kennedy!

Und das kann ich belegen!

Trump in „Geiselhaft“ von Putin?

Wohl absichtlich wird Trump, der keine Eskalation mit Russland will (wie beispielsweise Hillary Clinton), als „Freund“ Wladimir Putins hochstilisiert wird. Das scheint Methode zu haben. So soll der Öffentlichkeit verkauft werden, dass Moskau den „Neuen“ gegen die nationalen amerikanischen Interessen beeinflussen will. So wurden Gerüchte lanciert, Trump sei vom Kreml „gekauft“ worden oder hätte sich durch Prostitutionsskandale in Moskau „erpressbar“ gemacht.

Ich frage mich: Werden dadurch schon Gründe für eine mögliche Liquidation dieses scheinbar „russlandhörigen“ US-Präsidenten durch solche Fake News in die Wege geleitet? Denn was für ein besseres Motiv gegen Trump vorzugehen, gibt es sonst noch, als dass er mutmaßlich die nationale Sicherheit gefährdet?

In der Woche der Amtseinführung kündigte das Geheimdienstkommittee des Senats an, Verbindungen zwischen Russland und Einzelpersonen mit Bezug auf politische Kampagnen prüfen zu wollen.  Sollte sich einer von Trumps Mitarbeitern oder Freunden mit russischen Offiziellen getroffen haben, um das Hacken der US Präsidentschaftswahl zu koordinieren, dann wäre das Verrat. Das erste und wichtigste unter den „Verbrechen und Vergehen“, das in der Verfassung als Grund für eine Anklage des Präsidenten genannt wird. Natürlich bestreiten Trumps Mitarbeiter, dass es jemals solche Treffen mit den Russen gab. Aber selbst wenn es doch so war, kommt es immer noch darauf an, was dort tatsächlich besprochen wurde.

 Trump ist bereits zum „Abschuss“ frei abgegeben!

Verstehen Sie, was da gerade läuft? Auch John F. Kennedy – ich erwähnte es bereits – wurde als „Volksverräter“ verunglimpft und damit sozusagen zum sprichwörtlichen „Abschuss“ freigegeben. Das gleiche Spiel läuft nun bei Trump. Sollte es wirklich zu einem Attentat auf ihn kommen, kann garantiert werden, dass dieses ebenfalls einem „radikalen“ oder „irren“ Einzeltäter in die Schuhe geschoben wird.

Unlängst erreichten mich Nachrichten aus in- und ausländischen Quellen, die prognostizierten, dass Trump ein „Maidan-Putsch“ droht. Demnach soll Wladimir Putin davor gewarnt haben, dass man den neuen US-Präsidenten mit „Maidan-artigen“ Methoden stürzen wolle.

Sie erinnern sich: 2014 wurde der damalige ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch mit massiver westlicher Unterstützung aus dem Amt geputscht (siehe dazu auch mein Buch Maidan-Faschismus – Deutschland, der Westen und die „braune“ Revolution in der Ukraine). Die Massendemonstrationen endeten mit Dutzenden Toten und dem Sturz der „Russenmarionette“ Janukowitsch.

Wie seriös diese Informationen sind, kann ich nicht verifizieren. Tatsächlich aber organisieren linksliberale Kreise im Umfeld der US-Demokraten und Mainstream-Medien seit Monaten ein Kesseltreiben gegen Trump.

CNN spekulierte bereits über die Ermordung von Trump

Für einen – in Deutschland nicht thematisierten – Skandal sorgte dahingehend der amerikanische Nachrichtensender CNN. Ein rund dreiminütiger Beitrag thematisierte u.a. den Tod von Donald Trump! So ging der Film der Frage nach, was geschehen würde, wenn es zu einem „tödlichen Anschlag“ auf ihn kommen würde? Der Reporter konstruierte eine Situation, in der nicht nur Trump, sondern auch sein Vize Mike Pence und mehrere Kongress-Amtsträger ermordet werden.

Das ist nicht nur ungeheuerlich, sondern wohl auch einmalig in der Geschichte kurz vor der Amtseinführung eines neuen Präsidenten. Ich frage mich: Soll so das Volk bereits auf ein Attentat auf Trump vorbereitet werden? Dabei hat diese Frage im Kontext der bereits gemachten und noch folgenden Fakten nichts mit Verschwörungen oder Hirngespinsten zu tun. Ganz im Gegenteil!

Zeit-Herausgeber: Aufruf zum Mord an Donald Trump?

Am 22.Januar 2017 erlaubte sich der Herausgeber der Zeit, Josef Joffe, einen unglaublichen Fauxpas, tagelang im World Wide Web diskutiert wurde. Im ARD-Presseclub zum Thema „Trump im Amt – Können wir uns auf Amerika noch verlassen?“ (bei Phoenix Presseclub nachgefragt) entfuhr es Joffe auf die Telefon-Frage einer Zuschauerin, ob Trumps Präsidentschaft noch irgendwie abzuwenden sei im Nachklang: „Mord im Weißen Haus zum Beispiel!“

Der Aufschrei in den Mainstream-Medien blieb freilich aus. Aber auch hier – ob nun ernst oder ironisch gemeint – bekommt der Zuschauer eine Lösung präsentiert, wie Trump doch noch vom Amt enthoben werden kann: Durch Mord!

Philosoph Sloterdijk: Trumps Chancen die Amtszeit zu überleben sind gering

Doch das sind nicht die einzigen medialen Stimmen, die ein Attentat auf Trump thematisieren. Der deutsche Philosoph, Kulturwissenschaftler und Buchautor Peter Sloterdijk bringt die aktive Ermordung Donald Trumps schon vor dessen Amtseinführung (Anfang Dezember 2016) in einem Zeit-Kommentar auf einen Nenner. Ich zitiere daraus, damit Sie diese ungeheuerlichen Worte selbst lesen können (Hervorhebungen durch mich):

Sloterdijk: „Die wirkliche Frage der kommenden Tage wird also nicht sein, wie man den ‚widerstehlichen Aufstieg‘ eines politischen Irrlichts verhindert, sondern was man ab jetzt tun sollte, um die Zeit danach zu gestalten. Seien wir realistisch. Die Chance von Donald Trump, die ersten zwei Jahre seiner Amtszeit zu überleben, liegt vermutlich bei kaum mehr als zehn Prozent. In einem Land mit einer so ausgeprägten Tradition des Schießens auf Präsidenten wäre ein mehr als zweijähriges Durchhalten eine Anomalie. Sofern der politische Mord eine Kategorie ist, die über das Gegebensein oder Nicht-Gegebensein einer Demokratie entscheidet, so waren die USA nie mehr als eine hypothetische Demokratie. Das Schießen auf Präsidenten blieb in diesem Land immer eine aktive Option.“

Und weiter: „Wenn das Second Amendment von 1791 das Waffentragen zum Bürgerrecht erklärte (…) so konnte das überdehnte Notwehrrecht auch vor den Trägern der Staatsgewalt nicht haltmachen. Es gibt kein Land in der Welt, in dem die Idee der legal defence so breit in den kollektiven Empfindungen verankert wäre. Im Jahr 2011 schoss ein Verwirrter auf das Weiße Haus mit einer automatischen Waffe, in der Hoffnung, Obama zu treffen, der sich zu dieser Zeit jedoch in Honolulu aufhielt (…)“

Sie sehen also, dass ein Attentat auf Donald Trump mehr als realistisch und keineswegs eine Verschwörungstheorie ist! Wenn schon so offen medial darüber gesprochen und berichtet wird, was glauben Sie dann, wie es erst hinter den Kulissen der Geheimdienste und des Establishments aussieht?

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„Die größten Verräter der Weltgeschichte“ in: Welt der Wunder 1/17, S. 25

David Talbot: Das Schachbrett des Teufels – Die CIA, Allen Dulles und der Aufstieg Amerikas heimlicher Regierung, Frankfurt/Main 2016

https://goo.gl/oJgGje

http://www.huffingtonpost.de/2017/01/20/cnn-empoerung-trump-tod_n_14281994.html

„Trump im Amt – Können wir uns auf Amerika noch verlassen?“ in: ARD-Presseclub nachgefragt, Phoenix, 22. Januar 2017

http://www.zeit.de/2016/49/populismus-demokratie-us-wahl-donald-trump-condoleezza-rice/komplettansicht