Der Babymarkt wird immer größer!

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Fluch oder Segen? Mittels Geschlechtsselektion ist es möglich, das »Wunschkind« zu kreieren, das auf Krankheiten getestet ist und sogar von einer Leihmutter ausgetragen werden kann, wenn es der Frau zu anstrengend ist.

Babys sind DER Markt!

Vor 39 Jahren, am 25. Juli 1978 wurde Louise Brown, das weltweit erste »Retortenbaby« geboren. Damals wirkte dies noch wie aus einem Science-Fiction-Film, doch zwischenzeitlich sind rund um »Designerbabys« und »Wunschkinder« rasant wachsende Industriezweige entstanden.

Das Marktforschungsunternehmen »Allied Market Research« schätzt das Volumen weltweit auf rund 9,3 Milliarden US-Dollar. Bis 2020 soll es sogar bis auf 21,6 Milliarden US-Dollar ansteigen.

Allein in den USA gibt es zwischenzeitlich mehr als 100 Samenbanken und 481 Reproduktionskliniken. Mehr als 50.000 Kinder werden Jahr für Jahr darin »erzeugt«.

Das Angebot wird zunehmend größer:

  • Mit Gentests können Eltern ihre im Labor erzeugten Embryonen auf mehr als 400 vererbbare Krankheiten testen lassen. Erst dann werden sie in den Uterus der Mutter implantiert.
  • Es gibt zwischenzeitlich unzählige verschiedene Arrangements von Leihmutterschaften, zum Beispiel speziell für homosexuelle Paare.
  • Eine Geschlechtsselektion mittels Präimplantationsdiagnostik (PID) kann durchgeführt werden.
  • »Social freezing«: Das Einfrieren von Eizellen ohne medizinische Indikation. Frauen unterziehen sich zunächst einer Hormonbehandlung, um möglichst viele Eizellen heranreifen zu lassen. Deren Wachstum wird dann mittels Ultraschall kontrolliert. Am Ende der Behandlung werden die Eierstöcke über die Scheide mit einer Nadel punktiert, dann die Eizellen abgesaugt. Nach einer »Qualitätsprüfung« werden sie dann bei 196 Grad Celsius in flüssigem Stickstoff schockgefroren. Das Verfahren kostet rund 10.000 US-Dollar, die Einlagerung der Eizellen 500 US-Dollar pro Jahr.

»Zeugung ohne Sex«

Mit der Erfindung der Anti-Baby-Pille war »Sex ohne Zeugung« möglich. Die neuen Verfahren sind eine weitere gesellschaftliche Revolution: »Zeugung ohne Sex«. So können Männer und Frauen in ihre Spermien und Eizellen »fruchtbaren« Jahren einfrieren lassen und diese – wenn sie den passenden Partner gefunden haben, von Reproduktionsmedizinern auftauen und im Labor befruchten lassen.

Das wird unser Gesellschaftssystem weiter verändern und den Trend zu den »späten Eltern« weiter vorantreiben, heißt: Erst wenn die finanziellen Möglichkeiten da sind und die Karriere geschafft ist, kann man ganz gezielt den Nachwuchs planen.

Schöne neue Welt?

Mittels Geschlechtsselektion ist es sogar möglich, das »Wunschmädchen« oder den »Wunschjungen« zu kreieren, die auf Krankheiten getestet sind und sogar von einer Leihmutter ausgetragen werden können, wenn es der Frau zu anstrengend ist.

Kritiker mahnen, dass diese Methoden sehr fraglich und wider die Natur seien. Den Nachwuchs quasi dem »Diktat des Marktes« zu unterwerfen sei zudem äußerst unmenschlich.

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