+++ Vom Arbeitsplatz in den Sarg? +++

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Watergate Redaktion 10.7.2017

Die Bundesbank hat jetzt vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter von 67 auf 69 Jahre zu erhöhen. Grund ist die neue Wachstumsprognose des IWF für Deutschland. Laut Einschätzung des IWF soll das deutsche Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 1,8 % wachsen. Für 2018 prognostiziert der IWF ein Wachstum von 1,5 %.

Der IWF sieht die höhere Leistungsbilanz problematisch, daher sei als Gegenmaßnahme ein späteres Renteneintrittsalter sinnvoll. Würden Arbeitnehmer länger arbeiten, rege dies den Konsum an und senke die überschüssige Leistungsbilanz. Zudem müssten länger arbeitende Arbeitnehmer weniger für die Rente sparen. Die Bundesbank schlug die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 69 Jahre bis 2060 vor.

Doch unterm Strich nützt dieser Vorschlag mitnichten den Arbeitnehmern respektive Rentnern. Werden doch viele schon Ende fünfzig aus Betrieben entlassen und sehen sich mit Arbeitslosigkeit konfrontiert. Auch Arbeitnehmer mit gesundheitsbelastenden Berufen werden kaum bis 69 arbeiten können und werden dann auch mit noch längerer Arbeitslosigkeit, respektive mit Hartz IV konfrontiert.

Folge ist eine zunehmende Verarmung der älteren Bevölkerung in Deutschland. Wer es ohne Kündigung durchhalten sollte, bis 69 zu arbeiten, wird direkt vom Arbeitsplatz in den „Sarg“ springen. Somit spart sich die Bundesregierung weitere Rentenzahlungen, die sie für ihre Zwecke missbrauchen kann. Interessant ist die Regelaltersgrenze von Angestellten des IWF: Sie liegt bei 62 Jahren.

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