UNGLAUBLICH: Grüne Gesinnungsjagd im Netz?

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Die GRÜNEN sind mit einer Internet-Bürgerwehr angetreten. 2.600 „grün-affine“ Nutzer passen auf, dass keine Fake News im Bundestagswahlkampf erscheinen. Erlaubt ist dies, allerdings stoßen sich zahlreiche Kritiker an der Macht der Politik. Gerade politische Organisationen sind geradezu überall präsent, die größeren Organisationen haben zudem nachweislich mehr kostenfreie Präsenz in allen denkbaren Kanälen als die Kleinen.

Dass Parteien wie jetzt die GRÜNEN sich als Opfer von „Fake News“ sehen, ist deshalb zumindest erstaunlich. Die 2.600 Nutzer werden sich mit eigenen Einlassungen (Kommentaren) gegen „Fake News“ wehren und diese sicherlich beim Betreiber solcher Medien auch anzeigen. Rechtlich möglich, so trifft diese Vorgehensweise dennoch eine ungünstige Ausgangssituation.

Das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ von Heiko Maas soll erst künftig greifen, doch schon jetzt sind wohl tausende von Konten in sozialen Netzwerken einfach gelöscht worden, heißt es. Mit Blick auf die Bundestagswahlen.

Bundestagswahlen werfen ihren Schatten voraus

Die Bundestagswahlen scheinen besonders viel Angst zu verbreiten. Es würden immer mehr Fake News verbreitet, heißt es. Niemand kann es nachweisen, niemand kann dies mit Statistiken im Vergleich zu früheren Jahren belegen. Denn Fake News lassen sich kaum messen. Zumal dann nicht, wenn sie sofort gelöscht werden.

Deshalb ist das Argument lediglich ein Vorwand, um immer mehr löschen zu können. Dass sich jetzt ganze Gesinnungstruppen bereitfinden, ist erstaunlich. 2.600 Menschen wie bei den Grünen, so die Zahl stimmt, können natürlich ganze Arbeit leisten. Wenn jeder Mensch auch nur 20 bis 30 Fake News aufspürt, wären dies täglich 50.000 Nachrichten, die auf dem Index stehen können.

Soziale Medien immer wichtiger

Dass die Hatz jetzt so groß wird, ist allerdings auch kein Wunder. Denn die Politiker haben entdeckt, dass die Wahlen im Netz mitentschieden werden. Nicht die politischen Programme erzeugen Wähler, sondern Stimmungen. Vor diesem Hintergrund ist inzwischen auch die CDU alarmiert.

Angela Merkel hat einer Analyse nach (https://www.politik-kommunikation.de/ressorts/artikel/merkel-trifft-auf-facebook-kaum-noch-ins-schwarze-688920527) inzwischen bei der Beliebtheit unter den Politikern mit eigenem Facebook-Account in Deutschland mit Abstand den letzten Platz eingenommen.

Sie ist nicht relevant. Fans stimmen weniger zu als bei anderen, die Beiträge werden nicht gelinkt, kaum kommentiert und wenig geteilt. Spitzenreiterin in dieser Wertung ist Sarah Wagenknecht, die das Ranking einsam anführt. Zweiter des Rankings ist Christoph Lindner von der FDP.

Wenn viele Politiker das Netz nicht begeistern, wollen sie es offenbar beherrschen. Und ausforschen. Die neue elektronische Bürgerwehr, meinen viele Kritiker.

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