+++ Iran: Wir haben jahrhundertelang niemanden angegriffen – Wie ist Eure Bilanz, USA? +++

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Der iranische Außenminister Sarif machte in einer Videobotschaft deutlich, dass sein Land nicht bereit sei, das Atomabkommen neu zu verhandeln. Die USA hätten das Abkommen immer wieder verletzt. Der Iran sei nicht gewillt, diesen Vertragsverletzungen weiter tatenlos zuzusehen. Bislang habe der Iran guten Willen gezeigt.

Der Überwachungsbeauftragte der Vereinten Nationen hatte bestätigt, dass der Iran all seinen Verpflichtungen nachgekommen sei. Die USA dagegen hätten das Abkommen immer wieder verletzt. Besonders dadurch, dass sie andere Länder davon abhielten, mit dem Iran Geschäfte zu machen.

Der Iran behalte sich jetzt vor, nach seiner Ansicht zu reagieren. Eine Neuauflage des Atomabkommens sei jedoch ausgeschlossen. Der Iran habe niemals ein Land angegriffen und die Reichweite seiner Raketen sei viel geringer als die Saudi-Arabiens. Der Iran habe in Jahrhunderten niemanden angegriffen. Doch Der Iran sei überfallen worden. Zuletzt von Saddam Hussein.

Damit machte der Iran klar, dass die Wunden des Iran-Irak Krieges bei vielen Iranern noch immer nicht verheilt sind. Der Iran wolle nie wieder in eine Situation gelangen, in der er sich nicht verteidigen könne. Saddam Hussein habe sogar Chemiewaffen gegen das iranische Volk eingesetzt. Drohungen aus den USA würden kein neues Abkommen bewirken.

Donald Trump, der Netanjahus „Der Iran lügt“ Bericht unterstützte, machte seinerseits deutlich, dass die europäischen Alliierten den Fehler des Atomabkommens beheben müssten. Sonst könne er die notwendigen Sanktionen am 12. Mai nicht aufheben.

Der Vortrag Netanjahus stieß bei den europäischen Regierungschefs auf wenig Zustimmung. London und Paris erklärten, das Atomabkommen sei ja gerade deswegen geschlossen worden, weil man dem Iran nicht traue. Berlin sieht jetzt die Internationale Atomenergiebehörde am Zug.

 

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