Ätzend: Deutsche Medien und der Fall Özil

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Sie haben gelesen, dass der deutsche Nationalspieler Mesut Özil aus der Nationalmannschaft zurückgetreten ist. Dies wiederum hat er mit Rassismus begründet, der sowohl in den Medien wie auch im DFB selbst – so ließ sich den Aussagen entnehmen – sichtbar geworden sei. Zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund treten Özil in öffentlichen Kommentaren zur Seite. Erdogan, der türkische Ministerpräsident, auch. Özil würde die umstrittene Aktion, das Treffen des Ministerpräsidenten, wiederholen, ließ er durchblicken. Erdogan wollte ihm dafür die Augen küssen, so die Reaktion. Nur einige der deutschen Leitmedien treten regelrecht nach. Ein Überblick.

Taz: Özil redet Klartext

Die „Taz“ bescheinigte dem Nationalspieler, Klartext gesprochen zu haben. Er habe etwas getan, was der Debatte um Multikulti in Deutschland gut zu Gesicht stünde. Es sei das „beste“ und zitiert aus seiner Rücktrittserklärung, wonach sich der Nationalspieler als „ungewollt“ empfindet. Vergessen sei, so Özil, was er seit dem Debüt im Nationalteam im Jahr 2009 erreicht habe.

Die Zeitung bezeichnet seine Erklärung als „beißend-klares Statement“, die vor allem den nicht ausschließlich gutherzigen „Stand“ der Diskussion in Deutschland darstellen würde. Er spricht in seinem Statement von Rassismus und Respektlosigkeit.

Der „Spiegel“ (online) wiederum fasst unter der Überschrift „Hoeneß tritt nach“ zusammen, was der mächtige Fussballmanager zum Abgang sagte. Dieser würde seine „Mist-Leistung“ hinter dem Auftritt bzw. der Abbildung mit dem türkischen Ministerpräsidenten regelrecht verstecken. Hoeneß sei froh, dass dieser Spuk nun ein Ende habe, so wird der FC-Bayern-Funktionär zitiert. Er würde seit einigen Jahren einen „Dreck“ fabrizieren und schon lange keine Zweikämpfe mehr gewonnen haben. Er habe damit schon seit längeren Jahren nichts mehr in der Nationalmannschaft zu suchen.

Auch hier macht die Überschrift die Musik, meinen wir. Hoeneß „tritt“ nicht nach, sondern lenkt den Fokus auf den Sport. Nicht mehr, nicht weniger. Dies jedoch scheint zu unpolitisch zu sein – für den Spiegel.

Der Fall ist recht einfach: Özil fühlt sich unverstanden. Das ist eine subjektive Haltung, zu der sich jeder seine Meinung bilden darf. Unserer Meinung nach jedenfalls….

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6 Kommentare zu "Ätzend: Deutsche Medien und der Fall Özil"

  1. ottogeorg LUDWIG | 28. Juli 2018 um 5:01 | Antworten

    Für die moslimverehrende Etablierte BRD-Politik wo es zweierlei Deutsche gibt die re-
    gierunsfrommen u. durch Staatl. Medien – den hirngewaschenen politischen BRD-Jüngern aus Hell-.deutschland u. den Freidenkern, Andersdenker, Kritikern, ect, die echten Feinde der Dt. Demokratie sogenannten Rassisten aus Dunkel-Deutschland!
    Um für das Dt. Volk wichtige Themen zu verschleiern ist der türkische Fußballer Özil mit seinen Rassistischen Behauptungen das langweilige, ätzende Mediengeschäft ohne
    Ende – so belanglos ist Dt. Politik !!!

  2. Btr. Özil-Affäre – nun reicht es aber auch mit dem kleinen Fußballer Özil.
    Die Medien haben wohl ein Thema für das politische Sommerloch gefunden.

    Überdies finde ich, soll man die Kirche mal im Dorf lassen. Die Ozils und Kollegen spielen nicht in der Nationalmannschaft weil sie Deutschland so toll finden und von Herzen bekennende Deutsche sind, sondern weil die deutsche Nationalmannschaft ihrem Marktwert gehörig gut tut. Würde Özil in der türkischen Nationalmannschaft spielen hätte er in der Fußballwelt nicht so eine hohe Reputation und nicht so viel Aussicht auf lukrative Verträge. Letztendlich gehts den Jungs in erster Linie doch (nur) ums Geld und weniger um die Ehre. Ich will das nicht allen unterstellen, aber man muss schon sehr genau hinschauen, um ein anderes Engagement festzustellen, wie da z.B. auch ein soziales Engagement wäre, was einige Spieler schon erbracht haben. Wer so viel Geld auf Verhältnis mäßig leichte Weise verdient – es ist ein Fußballspiel – sollte auch respektvoll damit umgehen. In der Vergangenheit hat es dafür lobenswerte Beispiele gegeben – ich will diese Spieler hier nicht hervorheben, will nur anmerken, dass es „sie“ gibt.

    Zum speziellen Fall Özil, verwundert es mich, dass er aus allen Wolken fällt, dass sein dämliches Foto Diskussionen hervorruft die nicht zu seinen Gunsten verlaufen. Wenn man was im Kopf hat – hat er das (?) oder doch nur einen Fußball mit Luft (?) – dann hätte er das wissen, und auch gleich die Konsequenzen ziehen müssen – das wäre gradlinig gewesen, hätte Rückgrat bewiesen. Ich denke ein Özil ist mit solchen Überlegungen reichlich überfordert !!!

    Bei dem ganzen Spektakel hat der DFB obendrein auch noch eine ganz schlechte Figur gemacht, vorrangig J. Löw und O. Bierhoff. Da stank es gewaltig nach Vetternwirtschaft. Nicht Leistung zählte sondern … was auch immer … Nach sportlichen und leistungsbezogenen Erwägungen sah es jedenfalls nicht aus. Ein Özil hätte – wie auch andere – nicht in den Kader gehört. Alles ein bisschen sehr dubios! Wahrscheinlich konnten Löw & Co. so selbstgerecht agierenden, weil der schwache DFB-Vorstand alles absegnete und nichts und niemanden kritisch hinterfragte – und das nicht erst jetzt in jüngster Zeit, ich glaube immer schon. Es sind halt nur Vereinsfunktionäre für Spiele mit dem Fußball die ihre Pöstchen verwalten. Es sind halt keine Macher und Entscheider, die unser aller Leben lebenswert machen, wie Landwirte/Bauern die dafür Sorgen, dass wir was auf dem Teller haben, oder Menschen aus Industrie und Handel die mit ihrem Wirken unser aller Leben verbessern. Will damit sagen, der Fußball bekommt eine Überhöhung die ihm, gemessen an Wichtigkeiten, nicht zusteht.
    So, das soll’s gewesen sein mit Özil, Fußball und dem Chaos drumherum. Ich denke es gibt wichtigere Probleme mit denen man sich beschäftigen sollte und ich meine damit nicht das Theater um das CSU-Dreigespann, was lange genug genervt hat. Aber dafür hat es ja eine passende Antworten in München mit 20-50-Tausend engagierten Menschen gegeben. Ich meine vielmehr, das unser veraltetes Bildungssystem, unser Sozialstaat mit Schieflage (Mieten/Mindestlohn) unsere Infrastruktur, unser Finanzwesen und unser Umgang mit Flüchtlingen engagierte Bürger braucht, denn auf die Politriege ist, wie man sieht, auch kein richtiger Verlass. Dort werden Posten ähnlich verwaltet wie beim DFB. Dort hat auch keiner den Mut und die Power, sich für Wichtiges einzusetzen, für seine Überzeugung zu kämpfen, auch auf die Gefahr hin, den Posten/das Ministeramt verlieren zu können.
    Hier noch etwas zum Nachdenke, und das nicht aus Neid, sondern um klar zu machen, um was es beim Fußball wirklich geht und wie das Verhältnis zur Bevölkerung aussieht:

    1. Toni Kroos verdient. € 20,7 Millionen im Jahr. 2. Mesut Özil …€ 20,6 Millionen
    3. Thomas Müller … € 15 Millionen. 4. Manuel Neuer… € 15 Millionen
    5. Jerome Boateng … € 11 Millionen. 6. Ilkay Gündogan … € 11 Millionen
    7. Mats Hummels … € 10 Millionen. 8. Leon Goretzkan … € 10 Millionen
    9. Marco Reus … € 10 Millionen. 10. Joshua Kimmich … € 9 Millionen
    11. Julian Draxler … € 7 Millionen. 12. Kevin Trapp … € 6 Millionen
    13. Mario Gomez … € 5 Millionen. 14. Antonio Rüdiger … € 5 Millionen
    15 Sami Khedira … € 4 Millionen. 16. Sebastian Rudy … € 4 Millionen
    17. das Niklas Süle … € 4 Millionen. 18. Timo Werner … € 3,1 Millionen
    19Julian Brandt … € 2,8 Millionen. 20. Jonas Hector 1. FC Köln. € 2,2 Millionen
    Und: Jogi Löw … bescheidene € 3,8 Millionen

    Wie gut dass es wenigstens 2 gute Nachrichten gab. Der Mindestlohn in Deutschland steigt 2019 auf 9,19€.
    Und: Ab 2020 gibt’s noch mal 16 Cent die Stunde mehr!
    Wenn wir nicht in einer perversen Welt leben, wo dann.

  3. Dieses Land ist schon bemerkenswert. Ein kleiner lausiger Kicker türkischer Abstammung tritt aus der Nationalmannschaft zurück, in die er gar nicht gehört, denn er ist in seinem ganzen Verhalten immer noch ein reinrassiger Türke, was er auch sein darf. Nur in der deutschen Nationalelf hat ein solcher Türke einfach nichts verloren, Punkt. Und jetzt wird dieses alberne Gemache schon fast zu einer Staatsaffaire, es ist wahrlich nicht zu fassen.
    Er fühlt sich rassistisch angefeindet, verweigert aber dem Land, in welchem er groß wurde und dem er all seinen Wohlstand zu verdanken hat, den normalen Respekt, indem er dem Land seine Hymne verweigert. Wenn dies kein Rassismus gegenüber den Deutschen ist, was ist dieses Verhalten sonst?

  4. Özil hat zunächst als Repräsentant der deutschen Fußballnationalmannschaft sich ein Eigentor gschossen, in dem er die Fotos mit dem Türkendespoten noch verharmloste und dann durch seine unmöglichen Äusserungen seinen Rücktritt begründete. Er ist und war eben nie ein Spitzenfusballer im Nationslatrikot sondern nur ein Mitläufer und bei der WM 2018 einer der hauptverantworlichen Spieler für das Ausscheiden. Gegen Mexiko war er sich für einen echten Zweikampf zu schade, was das 0 . 1 begründete und gegen Südkorea hatte er drei gute Schusschancen, d.h. freie Schussbahn mit seinem starken linken Fuss und was macht er? Er spielt den Ball ab. aber leider zum Gegner. Sein jetziger Auftritt kann nur damit begründet werden, dass er die Chancen der Türkei auf die EM 2024 erhöhen will und deshalb den DFB mit Lügen diskreditiert.

  5. Volker Schulz | 28. Juli 2018 um 13:23 | Antworten

    Wichtig ist, was Özil denkt (im Rahmen seiner Möglichkeiten) und fühlt.
    Unwichtig ist, was die Deutschen denken und fühlen, unwichtig ist das Bild, das Deutschland im Ausland abgibt.

  6. Der Rassismus-Vorwurf muß handgreiflich werden, weil wir sonst demokratisch korrekt ausgerottet werden. Jede Rasse hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht rassistisch zu sein.
    Dieses muß nur defensiv ausgeübt werden, wie es das Dritte Reich tat. Und nicht offensiv, wie es die Türken in Westeuropa tun.

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