Alarm aus der Bundesbank: „Verunsicherung“ der Menschen durch Extrem-Niedrigzins

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Draghi Abkassierer

Der Chef der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat nun den Vorsitzenden der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, deutlich kritisiert. Er und die EZB sollten darauf achten, dass die „Menschen nicht zutiefst verunsichert“ würden, so zitiert die Welt den Bundesbank-Vorsitzenden. Die EZB hat am Donnerstag die Geldpolitik, wie es heißt, weiter gelockert. Die Auswirkungen können verheerend sein – für uns alle.

Mehr Geld, weniger Produkte

Es gibt derzeit Anzeichen dafür, dass Deutschland in der Rezession landet. Dies ist ein Wirtschaftsabschwung, bei dem das BIP (Bruttoinlandsprodukt) formal im zweiten Quartal hintereinander sinkt. Wir produzieren – bezogen auf die Preise für die Produkte – also weniger für den Markt als vorher. Demgegenüber steht jetzt der Beschluss, dass noch mehr Geld an den Markt kommen soll.

Die EZB hat beschlossen, dass Banken 0,5 % Strafzinsen für deren Einlagen bei der EZB zahlen müssen. Vorher waren es mit -0,4 % bereits Strafzinsen gewesen, die an sich fernab der wirtschaftlichen Logik erhoben wurden. Wenn die Banken aber noch mehr Geld zahlen müssten, werden sie versuchen, möglichst wenig Geld bei der EZB zu hinterlegen, so die tatsächliche Logik. Stattdessen werden sie versuchen, mehr Kredite auszureichen. Definitionsgemäß erhöht jeder Euro Kredit die Geldmenge.

Bildlich gesprochen wird der Kredit-Euro dem Kreditnehmer auf dem Konto gutgeschrieben, womit dem gesamten Geldkreislauf damit 1 Euro mehr zur Verfügung steht, weil der Euro direkt ausgegeben werden kann. An anderer Stelle wird er nicht etwa „weggenommen“. Banken dürfen den Großteil der Einlagen von Kunden „verleihen“, schulden den ursprünglichen Bankkunden deren Einlagen allerdings weiter. Allein die Verbindlichkeiten erhöhen sich also. Wenn demnach mehr Euro zur Verfügung stehen und die Geldmenge sich erhöht, gleichzeitig das Wirtschaftswachstum nachlässt, dann droht die Inflation.

„Ein so weitreichendes Paket wäre nicht nötig gewesen“, so sagte es jetzt wie eingangs angedeutet Jens Weidmann. Die Kritik zeigt: Auch die Bundesbank hat Angst vor der Inflation. Schützen Sie sich davor. Weitere Fakten finden Sie hier. 

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1 Kommentar zu "Alarm aus der Bundesbank: „Verunsicherung“ der Menschen durch Extrem-Niedrigzins"

  1. Leider gibt es immer noch viel zu viele die das Spiel nicht durchschauen und weiter Geld investieren.

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