Alarm in Paris: Gelbwesten am Samstag entscheiden über uns alle in der EU

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Die „Gelbwesten“ protestieren am Sonnabend wieder. Die Staatengemeinschaft sieht genau hin. Die Leitmedien sehen genau hin. Und die Gegenöffentlichkeit, die sozialen Medien, sehen ebenfalls hin. Die Ergebnisse aber werden einen enormen Einfluss auf Frankreich haben und sogar auf die gesamte EU. Die Politik in Frankreich hat schon die Gegenwehr organisiert. Es wird möglicherweise zu mehr Verhaftungen kommen als am vergangenen Wochenende. Umgekehrt stellt sich die Frage, wie groß die Teilnehmerzahl ist. Die wird ohnehin nur geschätzt, aber bei deutlich über 50.000 Menschen würde die Bewegung wieder klar stärker. Und das muss auch Merkel fürchten. Die Kanzlerin selbt kann nicht darauf setzen, dass es in Deutschland so ruhig bleibt, wie es aktuell scheint.

Denn die Situation auch in Frankreich wird wahrscheinlich noch unterschätzt. Die Medien berichten nicht so darüber, wie sie möglicherweise sollten – wenn die Medienmacht in Frankreich nicht auch so zentralisiert wäre, wie wir schon vor einem halben Jahr beschrieben haben.

Die Medien spiegeln die Situation nicht wider

„Einen brisanten Fall von Medienmacht deckten jetzt Kollegen von „Neopresse“ auf. Wir haben den Fall beleuchtet. Es ging um den französischen Präsidenten Macron, seinen Vorgänger Sarkozy und wie die Mächtigen in den Medien sich einmischen. Lesen Sie diesen spannenden Fall – der auch zeigt, wie in Deutschland Politik gemacht wird.

Die Medien-Clique

In Frankreich zählen zu dieser Clique Menschen wie der sogenannte „Mogul“ Bolloré. In Deutschland haben wir dafür die engen Merkel-Bekannten aus den Medienhäusern Bertelsmann oder Springer. Die Frau von Axel Springer, der mittlerweile verstorben ist, Friede Springer, gilt dabei sogar als Freundin der Kanzlerin. Und sie nimmt Einfluss, wie er sonst nur in Frankreich üblich zu sein scheint.

Wie die Medien-Clique funktioniert

Dass es eine Medien-Clique gibt, ist schon lange bekannt. Wie sie funktioniert, zeigte sich dann im Jahr 2007. Es ging darum, den kleinen Franzosen Sarkozy ins Präsidentenamt zu bringen. Er soll laut Angaben der „jungewelt.de“ seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl ausgiebig gefeiert haben. Mit Leuten, die zur mächtigen Wirtschaftsclique zählen. Da ist einmal Vincent Bolloré, den wir oben bereits nannten. Der Mann ist an fast allen bedeutenden Fernsehsendern in Frankreich beteiligt oder er ist gleich vollständiger Eigentümer. Dazu zählen die bekannten „Canal Plus“, ein Abo- und Bezahlsender, der in Frankreich nun wirklich überall vertreten ist, „TF1“ oder diverse kleinere Kanäle. Dazu zählen auch diverse kleine Kostenfrei-Blättchen, die jeden Haushalt erreichen.

Der zweite Mann, der mitfeierte, war Martin Bouygues. Der ist insbesondere ein Telekommunikations-Schwergewicht und darüber hinaus noch Immobilien-Fachmann sowie Fachmann für die Bereiche Logistik oder Energie.

Beide zusammen bilden also eine mächtige Gruppe in der Medienwelt, in der Kommunikationswelt und am Finanzmarkt.

Die beiden Herren nun feierten mit Sarkozy und anderen Freunden die Wahl – und ließen sich später nicht lumpen. Sarkozy durfte auf der Yacht des Freundes Bolloré fortgesetzt. Ein mächtiges Schiff von 65 Metern Länge. Inzwischen ist Bolloré mit der Justiz im Clinch – wegen Korruption. Dafür hat sein Sohn Yannik übernommen und war eingeladne, mit Marcon die Partei En marche! zu gründen bzw. deren Gründungsfeier beizuwohnen. Vorsitzender: Macron. Auch Martin Bouygues war wieder im Spiel. Der hat einen eigenen Mitarbeiter aus der Telecom, einen Universitätsprofessor, in das Wahlkampfteam von Macron geschleust. Und da waren sie wieder, die beiden mächtigen Freunde.

Wie bei Sarkozy schafften sie „Ihren“ Kandidaten erneut ins Präsidentenamt hinein. Es wäre seltsam, wenn der Günstling nicht zurückzahlte. Die Währung: Die große EU, die er zusammen mit Merkel schmiedet. In einer noch größeren und noch „gemeinsameren EU“ lässt sich einfacher Geld verdienen. Für Fernsehsender wie auch für Telekommunikationsunternehmer. Fragt sich nur, ob Merkel von all dem nichts weiß, oder ob sie selbst schon eingespannt ist. Als Gefangene dieses Systems.“

Genau dieses Konstrukt steht jetzt auf dem Spiel. (Auch) darum geht es in Frankreich bei den Protesten der „gelben Westen“. Und deshalb zittert auch Angela Merkel.

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