+++ Amerikanische Notenbank hebt Leitzins zum dritten Mal an +++

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Trump Fed

Gestern Abend teilte die Federal Reserve Bank mit, dass sie den Leitzins von 1,25% auf 1,5% anheben wird. Das ist die dritte Leitzinserhöhung in diesem Jahr. 2018 sollen drei weitere Zinserhöhungen folgen. Für die Zinsanhebung stimmte auch der künftige Notenbankchef Jerome Powell, der von US-Präsident Trump als neuer Fed-Chef ernannt wurde.

Yellens Amtszeit endet also mit einer Zinserhöhung. Sie scheidet im Februar aus ihrem Amt aus. US-Präsident Donald Trump wollte keine zweite Amtszeit mit ihr. Trump warf Yellen in der Vergangenheit wiederholt vor, sie agiere nicht unabhängig. Sie habe auf Anweisung seines Vorgängers Barack Obama den Leitzins niedrig gehalten, um die Wirtschaft zu stützen. Dies hätte aber ein falsches Bild auf die Wirtschaft Obamas geworfen. Denn in Realität sei diese trotz Niedrigzinsen in einem katastrophalen Zustand, so Trump.

Noch gilt die Fed als der mächtigste Währungshüter weit über Amerika hinaus. Denn der Dollar ist bislang noch die Leitwährung der Welt. Wer hier das Sagen hat, bestimmte bislang die globale Wirtschaft und beeinflusste sogar den US-Präsidenten. Die Fed hat auch die Kontrolle über die Bankenregulierung. Funktioniert diese nicht gut, entstehen leicht Spekulationsblasen, wie 2008.

Donald Trump hat mit der Absetzung Yellens ein eindeutiges Statement abgegeben. Er setzt der Obama-Geldpolitik damit ein Ende und bestimmte Yellens Nachfolger selbst. Yellen begründete die erneute Zinserhöhung mit dem Wirtschaftsaufschwung in den USA und der sinkenden Arbeitslosigkeit. Yellen geht davon aus, dass das amerikanische BIP weiter moderat wächst. Für die Zukunft müsse aber die Inflation beobachtet werden. Diese liegt nach wie vor weit unter 2%, dem erklärten Ziel der Fed.

Die Geldpolitik der Fed gilt bislang international als wegweisend. Von der EZB wird erwartet, dass sie den Leitzins auch erhöht. Bislang verfolgt Draghi aber weiter die Politik der Geldschwemme. Durch die Zinserhöhung wird der Dollar stärker, der Kapitalfluss in die USA dürfte sich erhöhen. Die Auswirkungen dürften aber nicht so groß sein, da der Zinsschritt mit 0,25% klein ist. Die Effekte auf die Aktien werden ebenfalls gering sein. Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarktsituation und Inflation sind die Faktoren der Geldpolitik in den USA. Zwei der drei Kriterien sprechen für die moderate Anhebung des Leitzinses.

Da die Fed das Inflationsziel von 2% schon seit fünf Jahren nicht erreichen kann, müssen die Geldpolitik und deren Auswirkungen genau beobachtet werden. Obwohl der Leitzins weiter angehoben wurde, wird nicht mit einer Teuerung der Zinsen für Privatleute gerechnet. Das ist insofern wichtig, als die Hypothekenzinsen und davon abhängigen Raten eine Krise auslösen können, wenn diese nicht mehr bezahlt werden können. So in den USA 2007 geschehen, was zur weltweiten Finanzkrise führte.

Watergate Redaktion 14.12.2017

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