+++ Anwalt und Arzt zocken im Asylgeschäft ab – ein zynischer Fall +++

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Unfassbarer neuer Skandal in den Asylverfahren: Im SWR hat jetzt eine Anwältin Einblick in die Praxis eines Anwalts und eines Mediziners gegeben, die zynischer wohl nicht sein könnte. Es geht um „Fünf-Minuten-Atteste“, die ausgestellt worden sind, um möglicherweise Asylverfahren positiv verlaufen zu lassen.

Asylsuchende zahlen

Dabei hat im konkreten Fall offenbar der Anwalt, den sich der Asylbewerber genommen hat oder der ihm zugewiesen wurde, eine Vermittlungsprovision über die Höhe von 300 Euro für sich berechnet, die der Asylbewerber zahlen sollte. Die „Leistung“: Der Asylbewerber stellte sich einem Mediziner vor, der offenbar im Schnellverfahren seine Atteste formuliert. Der Mediziner habe für das, was die hier anklagende Anwältin beschreibt, etwa 100 Euro erhalten. Der Zeitaufwand für die Erstellung des Attests beläuft sich auf wenige Minuten, auch wenn der Arzt wohl behauptet haben soll, er habe seinen Patienten mehrfach gesehen.

Das jedoch dient der Aufklärung typischerweise ganz besonders: Denn die einzelnen Schilderungen und die daraus resultierenden medizinischen Probleme lassen sich in der Regel nicht exakt nachweisen. Die medizinische Untersuchung jedoch soll hier helfen – es liegt fast auf der Hand, dass genau dieser Zweck nicht in wenigen Minuten erfüllt sein kann. Insofern unterstellen Behörden, dass hier detaillierte Erkenntnisse und ein gewissenhafter Befund vorliegen. Dies wiederum ist maßgeblich für das Erteilen oder Verweigern eines Attestes.

Vor diesem Hintergrund wird auch noch einmal deutlich, warum verschiedene Kritiker von einer „Anti-Abschiebeindustrie“ sprechen: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, von der Not anderer Menschen zu profitieren. Dies sind nicht nur die Schleuser, sondern wie hier sogar Mediziner bis hin zu Anwälten. Die Kritiker der „Abschiebeindustrie“ sprechen vor allem auch von Sozialverbänden, die hier a) hohe Einnahmen und b) Einfluss für sich gewinnen.

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