Anzeigenflut gegen Glyphosat/Bayer: Nach französischen Imkern nun auch in den USA

MonsantoGene

Wir hatten an dieser Stelle erst vor kurzem berichtet, wie sich französische Imker gegen Bayer und das sogenannte Pflanzenschutzmittel „Roundup“ wehren. Die Imker haben einfach im Honig Glyphosat-Bestandteile nachweisen können und dann Anzeige erstattet. Nun hat auch in den USA ein Bundesrichter Klagen gegen Monsanto zugelassen. Also die Tochter von Bayer. Es ist möglich, dass Monsanto wegen Roundup nun „hunderte Prozesse“ erleben wird, heißt es.

Richter: Chemikalie darf krebserregend genannt werden

Immerhin hat der Richter in den USA laut eines Berichts vom „Handelsblatt“ nun erlaubt, Spezialisten könnten vor Gericht behaupten, Roundup sei krebserregend. Die Beweislage gilt noch immer als dünn, dennoch könne man dies als ein Argument verwenden.

Dies gilt als mögliches Einfallstor für viele Prozesse, die gegen Monsanto geführt werden können und sogar dürften. Gleich über 400 Landwirte, Landschaftsgärtner sowie Konsumenten haben Monsanto dahingehend belastet, das Unkraut“vernichtungsmittel“ würde bei ihnen das Non-Hodgkin-Lymphom ausgelöst haben. Monsanto verwies wiederum darauf, dass es keine Verbindung zwischen dem in Roundup nachgewiesenen Glyphosat und einer Krebserkrankung gebe. Vielmehr lägen zahlreiche Studien vor, die genau dies nicht nachweisen konnten.

Das Gericht befand, die Beweislage sei „mehrdeutig“, was bedeutet, dass keine Beweise erbracht werden können. Der Richter kam zum Schluss, man könne oder solle sagen, dass „wir noch nicht wissen“, ob durch Glyphosat ein Lymphom verursacht würde.

Jetzt dürfte es nach Ansicht von Beobachtern zu zahlreichen Klagen in den USA kommen. Vielleicht auch weltweit. Daher erinnern wir an unseren Beitrag vom 2. Juli (https://www.watergate.tv/franzoesische-imker-zeigen-bayer-wegen-glyphosat-an/). Hier noch einmal einige wichtige Auszüge daraus:

„Der französische Verband der Imker wirft dem Leverkusener Konzern Bayer den Vertrieb schädlicher Substanzen vor. Vor wenigen Wochen stimmten sowohl die USA als auch die EU der Fusion von Bayer und Monsanto zu. Glyphosat wird damit jetzt von Bayer hergestellt. Die französischen Imker konnten in Honig Glyphosat-Rückstände nachweisen und haben Anzeige gegen den Chemiekonzern Bayer erstattet. Glyphosat ist Hauptbestandteil des Pflanzengifts „Roundup“, das jetzt zu Bayer gehört.

Der Verband vertritt rund 200 Imker und wirft Bayer den Vertrieb schädlicher Substanzen vor. Ein Imker des Verbands konnte seinen Honig nicht an einen Großhändler verkaufen, da dieser bei Laboruntersuchungen Rückstände von Glyphosat festgestellt habe. Die Imker vermuten, dass der Honig durch den Einsatz von Roundup auf benachbarten Rapsfeldern verunreinigt wurde.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte sich in die Diskussion um die Schädlichkeit von Glyphosat eingeschaltet und hat nachgewiesen, dass Glyphosat hoch gesundheitsschädlich ist und Krebs auslösen kann.“

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1 Kommentar zu "Anzeigenflut gegen Glyphosat/Bayer: Nach französischen Imkern nun auch in den USA"

  1. Da hat sich Bayer ein Eigentor geschossen. Wenn jetzt auch noch die USA anfangen zu klagen, dann kann das sauteuer werden. Das ist nicht die BRD, wo man erst ohne Kopf rumlaufen muß, um eine Entschädigung zu erhalten. Das könnte für Bayer ein Grund sein Glyphosat vom Markt zu nehmen.

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