ARD-„Faktenfinder“ findet mehr Arbeitslose als die „ARD-Tagesschau“

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Anne Will

Unglaublich, was die beiden Journalisten Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam, beide mit ARD-Vergangenheit, über die Tagesschau und die ARD berichten. Auf dem Blog „publikumskonferenz.de“ wird nun die neue Meldung der ARD-Tagesschau zur Arbeitslosenstatistik untersucht – und faktisch in die einzelnen Bestandteile zerlegt. Die Tagesschau berichtete demnach, dass die „Zahl der Arbeitslosen im August leicht gestiegen ist. Grund ist ….“ und so fort. Hier war es der Sommer. Die Werksferien. Die Schulabgänger, die sich erst arbeitslos gemeldet hätten und so weiter.

ARD entschuldigt sich für die schlechten Zahlen

Die beiden Journalisten bemängeln in ihrer Kritik, dass die ARD in ihrer Meldung, die etwa 10 Millionen Zuschauern vorgetragen wird, gleich in den ersten beiden Zeilen Zahlen ankündigt und nicht nennt, um die Entwicklung sogleich zu erklären bzw. zu entschuldigen. Erst dann kommt die scheinbare Wahrheit auf den Schirm: 2,35 Millionen Erwerbslose seien gemeldet worden, also 26.000 mehr als im Juli und immerhin fast 200.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist demnach leicht gestiegen.

Nun sind diese Zahlen in dieser Darstellung nicht korrekt. Die Journalisten hätten die Aufgabe, die Zahlen in einen Zusammenhang zu erstellen, der die Situation besser beschreibt. Denn es gibt über eine Million Menschen mehr, die gleichfalls Arbeit suchen, aber nicht in der Zahl enthalten sind. Korrekter zeigt es der „Faktenfinder“ im Internet – auch betrieben von derselben ARD. Dort wird die Arbeitslosenzahl aufgedeckt.

3,44 Millionen „Unterbeschäftigte“, heißt es. Also Menschen, die irgendwie mehr Beschäftigung suchen, als sie haben? Aber immerhin: Die Zahl beschreibt die tatsächliche Verteilung in Deutschland besser als das vorhergehende Zahlenmaterial. Der „Faktenfinder“ ergänzt: Es würden noch Menschen dazukommen, die gar nicht erfasst sein können, weil deren Bedürfnisse nirgends aufgenommen werden. Also etwa Mütter, die nun wieder arbeiten wollten. Die fallen aus der Betrachtung.

Der „Faktenfinder“ also widerlegt die Tagesschau. Das wirft ein – weiteres – trübes Bild auf die bekannteste „Nachrichten“sendung Deutschlands.

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