Aufgedeckt: Armenhaus Deutschland – jede zweite Rente mit weniger als 800 Euro

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100 Tage GroKo

In den vergangenen Tagen und Wochen wurde einige Male behauptet, die Altersarmut in Deutschland sei nicht so dramatisch wie oft genug behauptet. Diesem Eindruck können wir uns nicht anschließen. Die jüngsten Zahlen dazu zeigen, in welchem Zustand sich dieses Land tatsächlich befindet. Denn aktuell wird jede zweite Rente in Deutschland „wegen voller Erwerbsminderung“ mit Auszahlungen von weniger als 800 Euro monatlich versehen. Dies hat das Bundessozialministerium auf Anfrage der Linken im Deutschen Bundestag bekanntgegeben.

Grundsicherung bei 786 Euro

Der „Bruttobedarf“ der Grundsicherung wurde zum Zeitpunkt der Messung mit 786 Euro angegeben. Nach Angaben des Sozialministeriums wiederum würden die Einkommen auch andere Einkommen mit berücksichtigen müssen. Also etwa das, was Rentner aus den Betrieben und der betrieblichen Rente erhalten. Vermietungserlöse und Unterhaltszahlungen von Angehörigen. Dies soll den Geldbedarf offensichtlich reduzieren bzw. erklären, dass die Betroffenen im Durchschnitt über mehr Geld verfügen als hier angegeben.

Allerdings sind die Angaben dazu schwammig. Wer „voll erwerbsgemindert“ war, konnte Ende 2016 für den Zeitraum, für den diese Zahlen vorliegen in 187.000 Fällen dann die staatliche Grundsicherung beanspruchen. Kritiker solcher Werte weisen schon seit längerer Zeit darauf hin, dass es hier zahlreiche, hunderttausende Betroffener gebe, die ihre Ansprüche aus den unterschiedlichsten Gründen nicht geltend machen werden. Insofern seien die Zahlen deutlich zu niedrig.

Doch auch die offiziellen Angaben reichen bereits aus, um die Situation in Deutschland als beschämend zu entlarven, so jedenfalls zumindest der Tenor aus der Partei der „Linken“, die das Armutsrisiko in Deutschland für zu groß hält.

Die Redaktion schließt sich der Auffassung an – die offiziellen Zahlen beleuchten lediglich einen Teil des Dilemmas, das in vielen Fällen zur Altersarmut führt. Zudem werden in den kommenden Jahren die Zinsen steigen. Dies wird sich in den Zahlen niederschlagen – denn zahlreiche private Haushalte kalkulieren bei Immobilienverpflichtungen mit niedrigen Zinsen. Die zu erwartenden Ausfälle betreffen dann ganz direkt auch Rentner.

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2 Kommentare zu "Aufgedeckt: Armenhaus Deutschland – jede zweite Rente mit weniger als 800 Euro"

  1. Die Rentner,die weniger als 800,00 € monatlich zur Verfügung haben, werden kaum andere Quellen von Geldzahlungen besitzen.Insbesondere Betriebsrenten sind im Osten kaum oder nicht vorhanden. Wer sich im Arbeitsleben jeden „groschen“ gespart hat, wird jetzt von den Banken, Sparkassen und Lebensversichern zur Kasse gebeten. Sie werden schlicht gesagt „enteignet“.
    Die Armut wird immer stärker und die Regierung verhindert dies nicht. Ja wer arm ist, wird früher sterben. Da freuen sich die Rentenversicherer.Außerdem haben sie ohne Zustimmung die Rentenzahlungen vom 1.des Monats auf den letzten Tag des Monats verlegt zum Nachteil der Bürger,die in Rente gehen. Wurde sch mal gerechnet was das ausmacht? bestimmt nicht, nur intern was zu sparen ist.

  2. und jetzt wäre interessant was unsere Gäste jeweils monatlich bekommen, denen wird Miete usw. finanziert und dann haben sie noch pro Kopf rd. 400€ zum leben, ist das Gerechtigkeit? Hauptsache ist doch unseren Gästen geht es gut der Rentner kann ja auch noch etwas zur Rente dazu verdienen indem er arbeiten geht oder Flaschen sammelt, ein Gast darf ja nicht arbeiten

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