Aufgedeckt: Fliegt die Euro-Zone am Sonntag auseinander?

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Am 4. März wird in Italien gewählt. Das Land, so heißt es in einer Analyse, die von den „Crash-Autoren“ Matthias Welk und Marc Friedrich kommt, sei „Bankrott, korrupt und gefährlich“. Vor allem aber ist es eines pleite. Und genau das kann uns nun Kopf und Kragen kosten. Angela Merkel und Macron aus Frankreich sei „Dank“, heißt es von Kritikern.

Was passiert am Sonntag?

Am Sonntag werden die Italiener nun die sogenannten rechten Parteien wählen. Parteien verschiedener Ausprägung – nur eint sie, dass der Euro Schuld am Desaster Italiens sei. 32 % aller Jugendlichen bei unserem südeuropäischen Nachbarn sind arbeitslos. Die Banken müssen teils gerettet werden. Und die Schulden des Landes liegen bei mehr als 117 % des jährlichen Bruttoinlandsproduktes – das ist selbst nach den EU-eigenen Kriterien zu viel. Das Land ist am Ende, wenn es nicht schnell mehr produziert.

Was aber passiert? Es geht faktisch den Weg von Griechenland. Es wird Unterstützung verlangen und diese auch bekommen. Schließlich ist Mario Draghi Präsident der Europäischen Zentralbank EZB und war früher Manager bei Goldman Sachs. Das ist jene Bank, die auch schon dafür sorgte, dass Griechenland der Euro-Zone angehören durfte.

Dabei ist Italien inzwischen sogar die drittgrößte Volkswirtschaft in der Euro-Zone. Das ist allerdings auch die einzige gute Nachricht. Italien wird in diesem Jahr so langsam wachsen wie kein anderes Land sonst in der Euro-Zone. Die Wachstumsquote beläuft sich auf nur 1,5 %, heißt es. Sie soll im Jahr 2019 sogar noch fallen, dann auf 1,2 %. Das sind schlechte Vorzeichen.

Was also passiert: Die Kreditgeber außerhalb der EZB und der Staaten sind das Problem. Wenn die angesichts der Wirtschaftslage aufhören, Kredite zu vergeben, wird es eng. Denn Italien würde dann nur noch von der Hilfe der Staaten leben. Wenn überhaupt.

Und dabei geht es immerhin um massive Zinsgeschenke. 45 Milliarden Euro hat die EZB Italien durch niedrigste Zinsen quasi geschenkt, heißt es. Zudem habe die Europäische Zentralbank seit 2015 gleich 300 Milliarden Euro an Staatsschulden von Italien selbst bezahlt.

Umgekehrt hatte Deutschland – oder vielmehr wir als seine Bürger – durch die niedrigen Zinsen mehr als 340 Milliarden Euro an Zinsersparnissen verloren. Noch einmal 90 Milliarden Euro sind es im Jahr 2017 geworden.

Nur: Können oder wollen wir uns das weiter leisten? Die Wahl am 4. März wird dazu führen, dass die Euro-Zone und die EU noch erpressbarer werden. Wenn die Zinsen niedrig bleiben, Anleihen aufgekauft werden oder gar Schulden übernommen werden – wollen Sie noch einmal 100 Milliarden Euro oder mehr verlieren?

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