AUFGEDECKT: Sommerpause – und hinter Ihrem Rücken verteilt die EU IHR GELD

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Deutschland ist derzeit auf dem Weg in die Ferien. Satt und von der Fussball-WM verärgert. Zeit, sich die vergangenen Wochen einmal zu Gemüte zu führen. Die Geldtöpfe in der EU, die gen Süden gerichtet sind, werden jetzt gefüllt. Merkel-Deutschland ist bereit, die Kassen zu füllen. Die CSU, im Asylstreit mit 5(!) Streitfällen am Tag noch so tapfer und lautstark in den Medien, macht mit. Die SPD macht ohnehin mit. Alles und auch schon traditionell. Ende Juni wurde der wirtschaftliche Untergang Deutschlands beschleunigt. Beim EU-Gipfel in Brüssel, bei dem es an sich „nur“ um die Asylfrage ging. Der wirtschaftliche Untergang wurde nicht aufgehalten – und das ist schon Grund genug, sich jetzt größte Sorgen zu machen.

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Unsere Einladung an alle anderen Länder hat der französische Präsident Macron vorangetrieben, den gemeinsamen Haushalt des Euro-Raums. Er feierte kürzlich, man habe zehn Jahre lang darüber diskutiert. Nun sei es endlich da, das Meisterwerk.

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Zudem wird immer heftiger darüber diskutiert, in der EU eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung einzuführen. Nicht so direkt, das wäre auffällig. Aber immerhin indirekt, es geht um einen „Europäischen Stabilisierungsfonds für Arbeitslosigkeit“, wenn es zu nachhaltigen Wirtschaftskrisen in der EU kommt. Die wird es natürlich geben, schon alleine deshalb, weil es in jedem Wirtschaftsraum Zyklen gibt, also auch Konjunkturabschwünge.

Das weiß jeder Ökonom (inzwischen wieder, nachdem man zwischenzeitlich wie die guten alten Kommunisten an unbegrenztes Wirtschaftswachstum glaubte). In der EU oder auch in der Euro-Zone ist das alles jedoch selbst gemacht. Denn die Schwäche des Euros wird durch die niedrigen Zinsen noch einmal deutlich angehoben. Es wird Geld ohne Gegenleistung produziert. Das kann nach Adam Riese früher oder später nur zu Problemen führen. Die Verschuldung der Staaten steigt zudem fast von Tag zu Tag. Die einen verschulden sich schneller, die anderen weniger schnell. Diejenigen, die mehr Produktivität in der gemeinsamen Zone entwickeln, unterstützen durch die gemeinsame Währung diejenigen, die weniger produktiv sind. Der Norden unterstützt den Süden. Oder vielmehr: Die Bürger des Nordens, also vor allem Deutschlands, werden Transferleistungen in den Süden leiten. Ohne, dass die Bürger des Nordens, also vor allem Deutschlands, dazu befragt wurden oder werden. Die Leitmedien verstärken die Freude der Politik über solche Coups noch fast täglich, indem die Frage, ob das so gewollt ist, stets darauf reduziert wird, ob man „für“ oder „gegen“ Europa sei. Man kann „für“ Europa sein, ohne die EU und die Euro-Zone zu verteidigen.

Ebenso kann man ja auch „für“ Deutschland sein, ohne von Merkel-Seehofer-Nahles (Scholz) regiert werden zu wollen.

Die Organisation zur Unterstützung der Arbeitslosigkeit in anderen Ländern jedenfalls ist fast schon wieder perfekt – fast niemand bekommt es mit.

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Ein Europäischer Währungsfonds wird für „kurzfristige Instabilitäten und Liquiditätsprobleme einzelner Mitgliedsstaaten“ zur Rettungsinsel. Der Fonds ist weniger kritisch als der bisherige Europäische Rettungsschirm ESM. Die EU kann unser aller Geld schneller verteilen. Und sie wird es machen müssen, denn die Liquiditätsprobleme etwa in Italien sind schon fast mit den Händen greifbar. Nur geht das jetzt alles eleganter und geräuschloser.

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Der alte ESM hat aber noch nicht ausgedient. Der soll eine Sicherungsintanz für die maroden Banken darstellen. Es wird einen Bankenabwicklungsfonds geben, in den allerdings noch so gut wie niemand eingezahlt hat. Der ESM springt ja ein, wenn es zur Pleite kommt und der Bankenabwicklungsfonds erwartungsgemäß noch nicht so weit ist, helfen zu können. Die Banken haben noch Jahre Zeit, den Bankenabwicklungsfonds zu füllen – und sie werden sich die Zeit lassen. Bisher sind 25 Mrd. Euro darin versammelt. Das ist zu wenig, wenn die Deutsche Bank oder vor allem wenn eine italienische Bank Konkurs anmelden muss.

In den ESM zahlen wir übrigens alle ein. Das heißt, die Bürger zahlen für das Versagen der Politik (die stets für neue Schulden sorgt und die Zinsen künstlich niedrig halten lässt) und der Banken, die sich dagegen nicht hinreichend schützen. Die haben etwa in Italien in horrenden Dimensionen faule Kredite angehäuft, die ohnehin nicht bedient werden. Das weiß eigentlich fast jeder, der sich mit der Materie beschäftigt. Wenn die Kredite einmal ausgebucht werden, dann reißt das sofort Milliardenlöcher auf – und wir werden zahlreiche Kommentare in den Leitmedien hören und lesen, dass wir als Europäer zusammen stehen müssen.

Die Geldtöpfe werden jetzt nach und nach aufgefüllt. Es ist übrigens Ihr Geld, das da verplant wird.

3 Kommentare zu "AUFGEDECKT: Sommerpause – und hinter Ihrem Rücken verteilt die EU IHR GELD"

  1. Volker Schulz | 7. Juli 2018 um 15:54 | Antworten

    Nr. 5
    Scholz, der Finanzminister, will die nächsten Jahre keine neuen Schulden machen. Er braucht das Geld für andere Länder, die zu Schulden ganz anders stehen.
    Nr. 6
    Target 2! Liebe Italiener, liebe Franzosen, liebe Spanier, liebe internationale Mafia, bedient euch, helft dabei, den Saldo endlich über eine Billion zu treiben, damit wir das Ziel der zweiten Billion hoffnungsvoll in Angriff nehmen können. Wir zahlen das!

  2. Raus aus der EU Grenzen dicht machen!!!!

  3. “ … und wir werden zahlreiche Kommentare in den Leitmedien hören und lesen, dass wir als Europäer zusammen stehen müssen.“ Das ist das Totschlagsargument, bei dem jeder bis dahin Vernünftige einknickt – denn wer möchte sich schon als Antieuropäer (genauso wie als Rassist, Populist, Nazi …) beschimpfen und vernichten lassen? Gemäß dem Merkel’schen Motto „Nun sind sie halt mal da“ (die Asylforderer genauso wie die Banken- und Staatenrettungsforderer) wird dann alles hingenommen – bis zur bitteren Neige. Die Warner, die das voraussahen, und aufriefen, den Anfängen zu wehren, wurden immer schon kaltgestellt und der Lächerlichkeit preisgegeben – bis zur bitteren Neige.

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