Aufgedeckt: Top-Volkswirte denken über „Notfallplan“ bei Euro-Zerfall nach

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Wie lange wird es den Euro noch geben? Wie lange dürfen Sie wie wir noch hoffen, das eigene Geld, das eigene Vermögen sei noch etwas wert. Top-Volkswirte machten sich jetzt Gedanken um einen Notfallplan für den Fall, dass es mit dem Euro bald vorbei geht. Dabei war auch Hans-Werner Sinn, der früher oft zitierte Top-Forscher.

914 Milliarden sind im Feuer

Sinn machte während einer Veranstaltung gleich darauf aufmerksam, die sogenannten Target-2-Salden würden nun bei 914 Milliarden Euro angekommen sein. Dies sind die Forderungen der Deutschen Bundebank gegenüber den Zentralbanken in anderen Ländern, vor allem im Süden der EU. Geht es nach den Experten, die sich dort in Berlin getroffen haben, dann sind die Salden, die hier steigen, deutlicher Beleg dafür, dass die Finanzkrise in der EU noch lange nicht vorbei ist. Im Gegenteil: Die Euro-Schmelze, wie die Probleme genannt werden, könne sich in den kommenden Jahren sogar noch einmal deutlicher zeigen als aktuell.

Nicht nur der ohnehin immer skeptische Sinn vertrat diese Auffassung, auch ein Finanzwissenschaftler des Max-Planck-Instituts schlug in diese Kerbe. Der Euro kann zerfallen. Auch der „Vorsitzende des Sachverständigenrates“ der Regierung, die sogenannten Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, meinte immerhin, die Ökonomen (und auch die Volkswirtschaften) müssten für diese Situation wie es heißt „gewappnet“ sein.

Die Experten sprachen über drei Szenarien: Ein Land könne aus dem Euro austreten, dann aber sei es notwendig auch aus der EU ausgeschieden. Ein Land könne zusammen mit der Zustimmung anderer Länder austreten – oder ein Land könne ausgeschlossen werden. Für diese Szenarien solle es aktuell noch keinen rechtlichen Rahmen geben. Diesen aber könne (und solle) man natürlich schaffen.

Das heißt, die Experten fordern am Ende Austrittsregeln. Sowohl für Länder, die gehen wollen, weil sie es ökonomisch nicht mehr leisten können, dabei zu sein (Italien, Griechenland, teils auch Portugal), als auch für die Länder, die herausgeworfen werden sollen.

Was aber passiert dann mit den Forderungen Deutschlands? Die Forderungen würden letztlich verfallen. Wer möchte, dass Italien aus dem Verbund ausscheidet, müsse wissen, dass Italien der Euro-Zone immerhin gut 440 Milliarden Euro schulde.

Noch schlimmer: Möchte Deutschland aussteigen, würde das Land auf seine eigenen Forderungen verzichten (müssen). Diese liegen bei gut 900 Milliarden Euro. Das wiederum zeigt, dass Merkel dieses Land und seine Volkswirtschaft, Ihr Vermögen und Ihre Bankguthaben, fast auf Gedeih und Verderb an die Euro-Zone gekettet hat. Es gibt fast nur noch die Möglichkeit, in der Euro-Zone zu verbleiben – oder Unsummen an Forderungen zu verbrennen.

Daher gilt: Die Finanzkrise ist noch nicht vorbei. Nur weiß niemand, wie dieser Konflikt jetzt aufgelöst werden soll. Das Geld ist weg.

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