AUFGEDECKT: Wie die EU hunderttausende Tonne Milch „verpulvert“ hat…

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Agrarpolitik

Die EU kümmert sich seit Jahren bzw. Jahrzehnten um den sogenannten Milch- und Buttermarkt in der Gemeinschaft. An sich vollkommen erfolglos, wie zahlreiche Proteste und Protestaktionen von Landwirten belegen. Der Milchpreis ist tendenziell nur niedrig, um damit die Landwirtschaft zu stabilisieren. Wie „addendum.org“ nun aufdeckte, hat die EU mit ihrer Politik daher im Jahr 2014 immerhin 400.000 Tonne Milchpulver gekauft, eingelagert und gewartet. Nun ist das Pulver nach diesen Angaben zu großen Teilen „verkauft“, der Verlust beträgt 24 Millionen Euro und niemand weiß, wo dieses Milchpulver nun ist. Ein größeres Versagen der EU kann man sich kaum vorstellen, wenn es um Milch und Milchprodukte geht. Und das kurz vor den EU-Wahlen…..

Verlust von 24 Millionen Euro

Bis 2007 hatten sich in der EU Milchseen und „Butterberge“ angesammelt, wie die Leitmedien berichteten. Damit sollte deutlich werden, dass der Preis ohnehin offenbar noch zu attraktiv ist. Sonst hätten nicht so viele Produzenten noch mitgemacht. Nur: Die EU der 28 Länder, die teils nicht zur Euro-Zone gehören, haben im Jahr 2018 immerhin mehr als 4,2 Millionen Tonnen sowie Milchprodukte exportiert. Der Wert der Exporte lag bei gut 10 Milliarden Euro.

Abnehmer sind vor allem die USA, Saudi-Arabien, die Schweiz und einige asiatische Nationen. Zu den „Milchprodukten“ zählt auch Milchpulver, das insbesondere nach Afrika sowie Asien geht.

Bedingt durch die selbst mit ausgerufenen bzw. verteidigten Exportverbote gen Russland ist der Markt in Russland im Jahr 2014 weggefallen. Das Land galt immerhin als der viertwichtigste Importeur innerhalb der EU. Der Milchpreis sankt dementsprechend von 40 Euro auf etwa 32 Euro, also um 20 %. Deshalb hat die EU 2015 die Milchquote abgeschafft und die produzierte Menge faktisch freigegeben. Die Produzenten stellten noch mehr Milch her, die Preise fielen weiter (bis auf die genannten 32 Euro). Die EU musste helfen und tat es. Unter anderem wurde Magermilchpulver gekauft und eingelagert.

Der Preis für das Pulver sank und sank allerdings, die Lagerkosten beliefen sich auf 10 Millionen Euro. Aktuell sind von den 400.000 Tonnen, die aufgekauft wurden, noch gut 1.100 Tonnen in den Lagern. Wo der Rest ist, weiß niemand. Vermutet wird, dass einige Produzenten das Pulver zurückgekauft haben. Zudem wird das Pulver als Konkurrenzprodukt zu Milch auch in Afrika eingesetzt. Statt 91 Liter Produktionskosten für Milch fallen nur 34 Cent an, wenn dafür Pulver verwendet wird. Mit anderen Worten: Die heimische Produktion in Afrika wird auch noch geschädigt.

Die EU hat ganz offensichtlich schwerste Fehler begangen. Das ist kein Zufall. Die EU dient eben entsprechenden Interessen: Lesen Sie hier weiter

 

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2 Kommentare zu "AUFGEDECKT: Wie die EU hunderttausende Tonne Milch „verpulvert“ hat…"

  1. Was Bauern gut können ist Jammern. Bauern würden besser Qualität liefern, statt Quantität.

  2. 100.000-tausende Tonnen Milch, Tomaten usw. nur um uns teure Preise abnehmen zu können ihr verfluchten Dreckschweine.

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