Bahnbrechende Recycling-Innovation aus Österreich

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10 bis 20 Jahre baucht eine Obstverpackung für den Zerfall. Es ist also fatal, Kunststoff einfach wegzuschmeißen. Da wäre es sinnvoll, wenn man den Herstellungsprozess einfach umdrehen und aus Plastikabfall wieder recyceltes Rohöl gewinnen könnte.

Genau das ist dem österreichischen Energiekonzern OMV jetzt gelungen. Der Konzern hat ein bahnbrechendes Recyclingverfahren entwickelt, das Plastikmüll wieder in Rohöl umwandeln kann. Spätestens seit China Anfang 2018 aufhörte, den exportierten Plastikmüll aus Europa anzunehmen, ist das Problem der wachsenden Plastikmüllberge wieder in den Fokus gerückt. Neue Lösungen sind gefragt. Eine Lösung präsentiert der österreichische Mineralölkonzern OMV. Der Konzern forschte bereits seit 2011 an diesem Verfahren.

Bei dem Verfahren, das „ReOil“ bezeichnet wird, wird Kunststoff auf über 400 Grad Celcius erhitzt. Unter diesen hohen Temperaturen werden Moleküle im Plastik wieder aufgespalten. Unter Druck und der Zugabe von Lösungsmitteln kann aus den getrennten Molekülen synthetisches Rohöl gewonnen werden. Das synthetische Rohöl ist dem natürlichen Rohöl sehr ähnlich. Es enthält nur wenig mehr Wasserstoff-Moleküle als natürliches Rohöl, jedoch keine Schwefelmoleküle.

Das synthetisch gewonnene Rohöl kann in Treibstoff oder einen neuen Grundstoff für die Kunststoffindustrie umgewandelt werden. Durch das neue Recyclingverfahren können 100 Kilogramm Plastikmüll in 100 Liter Rohöl umgewandelt werden. Der Umwandlungsprozess dauert lediglich eine Stunde.

Da der Plastikmüll nicht, wie bisher, einfach verbrannt wird, werden zudem schädliche Schadstoffemissionen reduziert. Zudem ließe sich die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern langfristig verringern. Nicht alle Kunststoffe eignen sich jedoch für das ReOil-Verfahren. Sollte OMV das zum Patent angemeldete Verfahren in größeren Anlagen herstellen können, hätte man weitere Möglichkeiten, mit Kunststoffabfällen aus der Lebensmittelindustrie in Recyclingverfahren umzugehen, sagt OMV.

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3 Kommentare zu "Bahnbrechende Recycling-Innovation aus Österreich"

  1. Das verfahren ist nicht neu Es ist seit mindestens 30Jahren bekannt.

  2. Guten Abend,
    schon von KDV und Heion bzgl. synthetischem Diesel gehört? Phantastische Technologie. Oder Sunfire-Diesel, verarbeitet allerdings keinen Plastikmüll.
    MfG
    Thomas

  3. Franz-Harro : Horn | 7. März 2019 um 13:05 | Antworten

    Das ist nicht neu. Es gibt bereits Pyrolyseverfahren und die arbeiten auch in denen der gesamte Müll, also Abbruchmaterial, Hausmüll, Kleingeräte (Elektroschrott) etc. ohne Sortierung in einen Schredder kommen, dort ziemlich klein gehackt dann in einem Pyrolyseturm geschickt werden. Unter absolutem Luftausschluss werden dort bei bis zu 1200° C in verschiedenen Stufen Teer, Diesel, Benzin, Gas entzogen. Die Mineralien werden dann in kleine oder große Behälter ausgesondert und werden der Wiedernutzung zugeführt. So kann aus dem Müll von 10.000 Menschen ca. 3000 bis 3500 KW Strom und ca. 2800 KW Wärme gewonnen werden und zentral ohne große Müllkutscherei (ein Riesengeschäft der Müllmafia) an größeren Orte verwendet werden. Die Mafia verhindert dies vehement! Das ist bekannt!

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