„Bankrotterklärung“ für die FIFA?

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Die FIFA ist von den „Reportern ohne Grenzen“ jetzt hart angegangen worden. Der Weltfussball-Verband hat die WM in Russland inzwischen zwar starten lassen, allerdings soll nicht jeder Journalist dabei sein. Jedenfalls wenn es nach dem Willen der Gastgeber geht. So ist der deutsche Journalist Hajo Seppelt lieber zu Hause geblieben, da er in Russland um seine Sicherheit fürchte, so heißt es. Dies wiederum hat die Journalisten-Vereinigung auf den Plan gerufen.

Pressefreiheit in Gefahr?

Die Pressefreiheit, so die Meinung der Journalisten, sei dann und deshalb „hier“ in Gefahr. Dies sei sogar eine „Bankrotterklärung“, die allerdings an die FIFA geht. Die Kriterien zur Vergabe der Fussball-WM sind demnach zu überprüfen, heißt es. Die Gruppierung geht sogar noch weiter: Sport und Politik als Gesellschaftsbereiche würden sich demnach nicht mehr „trennen“ lassen. Es sei wichtig, dass der DFB, da er ohnehin weltweit über die meisten Mitglieder verfüge, sowohl öffentlich gegenüber der FIFA und auch deutlich dafür verwende, dass es Journalisten möglich sei, in das Land des jeweiligen Gastgebers zu reisen, heißt es.

Die Grünen gingen sogar noch weiter. Eine Sprecherin forderte, die Politiker sollten sich nun bei der Fussball-WM nicht mehr blicken lassen – die WM sozusagen boykottieren. Aber selbst die Grünen reisen an: In Person ihrer Spitzenfrau Göring-Eckard etwa, wie bekannt wurde. Dabei geht es den Grünen um die Gespräche vor Ort, etwa mit Menschenrechtsaktivisten.

Auch sonst war die Reaktion auf die Forderung nach einem Verzicht eher verhalten, wie sich zeigte. Denn die WM ist eine willkommene Gelegenheit für Politiker aller Farben, wichtige Kontakte zu pflegen – oder einfach nur selbst reisen zu können. Auch bei den Olympischen Spielen in Russland hatte es vermehrt den Tourismus durch die Politik gegeben. Insofern sind Boykottaufrufe ganz offensichtlich folgen- und nutzlos.

Die FIFA zeigt sich dieser Tage ohnehin frei von Selbstzweifeln. Korruptionsvorwürfe gibt es viele. Konsequenzen gar nicht.

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