Bedrohung Russlands nimmt zu: Nato drängt jetzt auf Osterweiterung in Georgien

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Im Juli wird der nächste Nato-Gipfel in Brüssel stattfinden. Die Nato ist auf Drängen der USA gerade dabei, die Zahl der Truppen entlang der Nato-Ost-Grenzen sowie deren „Bereitschaft“ zu erhöhen. Die dort bereits bestehende „Nato-Speerspitze“ soll weiter aufgerüstet und durch weitere Truppenstationierungen verstärkt werden.

30.000 Soldaten mit 30 Bataillonen, 30 Flugzeugstaffeln (360 Flugzeuge) und 30 Schiffen sollen in 30 Tagen einsatzbereit sein. Deutschland soll für diese Bereitschaftsgruppe eine besondere Verantwortung übernehmen, berichtet „Heise Online“. Gerüchten zufolge soll das Pentagon darüber nachdenken, ein Raketenabwehrsystem nach Deutschland zu verlegen, was eine weitere Provokation Russlands bedeuten würde.

Der Nato-Gipfel wird am 11. und 12. Juli im neuen Nato-Hauptquartier in Brüssel stattfinden. Dort sollen Entscheidungen im Hinblick auf das „Iran-Problem“ und die Eskalation des Russland-Konflikts getroffen werden. Auch die Nato-Osterweiterung wird ein Thema sein, die durch den Ukraine-Konflikt zum Stillstand gekommen ist. Das Ziel der Nato ist es weiterhin, den Ring um Russland zu schließen und die verbliebenen Länder im Osten in die Nato zu integrieren.

Die „Tür stehe für weitere europäische Länder offen, sich der Nato anzuschließen“, heißt es. Die Nato sei ein starker Partner, denn sie habe sich seit Gründung mehr als verdoppelt. Aus den 12 Gründungsländern sind inzwischen 29 Mitglieder geworden, weil die Nato entgegen ihrer Versprechen an den damaligen russischen Präsidenten Gorbatschow immer weiter nach Osten vorgerückt ist.

Nach den von den USA geförderten „Revolutionen“ in Georgien und in der Ukraine sollten diese Länder zur Nato-Mitgliedschaft gedrängt werden. 2008 wollte US-Präsident George W. Bush den Beitritt von Georgien und der Ukraine erzwingen. Damals sprachen sich jedoch Deutschland und Frankreich dagegen aus. Es sei noch zu früh für einen Beitritt, so die Begründung. Russland hatte damals mit scharfen Sanktionen gedroht, sollten Georgien und die Ukraine der Nato beitreten.

Aufgrund des Ukraine-Konflikts ist der Beitritt des Landes in die Nato noch nicht möglich. Jedoch wird jetzt der Druck auf Georgien erhöht. Die USA drängt auf Osterweiterung, obwohl es mit Russland dort noch einen noch nicht geklärten Konflikt mit abtrünnigen Regionen Georgiens gibt. Sollte Georgien Nato-Mitglied werden, könnte die Beistandspflicht ausgerufen werden und die übrigen Nato-Mitglieder in einen offenen Krieg mit Russland hineingezogen werden.

1 Kommentar zu "Bedrohung Russlands nimmt zu: Nato drängt jetzt auf Osterweiterung in Georgien"

  1. Jakob Josef Sailer | 3. Juli 2018 um 9:13 | Antworten

    Komisch, Russlalnd hat in den letzten Jahrzehnten keinen Krieg vom Zaun gebrochen. Die USA aber einige. Also hätte eher RUS die Berechtigung, sich bedroht zu fühlen und nicht die NATO.

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