Beunruhigende Entdeckung: Plastikmüll selbst in entlegensten Regionen

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Ein chilenisch-deutsches Forscherteam hat jetzt selbst in den entlegensten Regionen der Erde Plastikmüll ausgemacht. Die Osterinseln liegen tausende Kilometer vom Festland entfernt. Doch selbst dort hat das Forscherteam erschreckende Zustände gesehen, berichtet „Focus Online“. Durch die Meeresströmungen wird Plastikmüll in die entlegensten Orte der Welt gespült. Der Müll dringt mittlerweile auch in tiefere Meeresregionen ein, wo er langsam absinkt und sich zunehmend ablagert. Die Bilder des Forscherteams zeigen, wie Robben, Vögel und Haie Plastikmüll fressen oder sich darin lebensgefährlich verfangen.

Die Forscher fanden besonders viel Plastikmüll um die Osterinseln herum, die rund 2000 Kilometer von der chilenischen Küste entfernt liegen. Dort sind über 100 Tierarten vom Plastikmüll betroffen. Forscher des Geomar Helmholtz-Instituts für Ozeanforschung in Kiel berichteten, dass sich in den Mägen der untersuchten Tiere die unterschiedlichsten Plastikteile fanden, zum Teil in erschreckendem Ausmaß. Fressen Tiere Plastikmüll können sie irgendwann keine natürliche Nahrung mehr aufnehmen, weil der Magen „voll“ ist. Sie verhungern mit Mägen voller Plastik. Zudem tragen viele Tiere schwere Wunden und Verstümmelungen davon, weil sie sich in Plastikteilen verfangen.

Die Studie zeigt einmal mehr auf, wie dramatisch die Müll-Situation in den Weltmeeren ist. Nicht mehr nur küstennahe Regionen sind betroffen. Der Müll verteilt sich inzwischen in allen, selbst entlegensten Stellen der Erde.

Der junge Niederländer Boyan Slat startet am 8. September sein Ocean-Cleanup Projekt zur Säuberung des Pazifiks vom Plastikmüll. Das Projekt ist ambitioniert, denn der Plastikstrudel, der sich im pazifischen Ozean befindet, hat inzwischen die fünffache Größe Deutschlands. Slat schätzt, dass er rund fünf Jahre braucht, um nur die Hälfte des Plastikmülls im Pazifik zu entfernen. Immerhin gibt es jemanden, der etwas gegen den Plastikmüll unternimmt. Das Projekt wird nicht staatlich finanziert, sondern rein privat. Dafür sammelte Boyan Slat jahrelang Spenden und startete ein Crowdfunding für das ehrgeizige und vorbildliche Projekt.

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2 Kommentare zu "Beunruhigende Entdeckung: Plastikmüll selbst in entlegensten Regionen"

  1. Eine Sauerei, ohne Frage. Doch schüttet z.B. Aha, Müllabholer in Hannover, das Plastik, akkurat in gelben Säcken gesammelt, ins Meer?

  2. Gegen solche Umweltverschmutzung ist die Regierung gefragt, Aufklärung im Kindergarten Schulen und den Medien! Generelles Einfuhtverbot von „Wegwerf. Plastik“ Alles, was das Land nicht recyceln kann, darf nicht importiert werden.
    Narürlich wird es Ärger mit der EU geben, es ist unser Land, was da vermüllt und zulässt, das die Weltmeere vermüllt werden. Austritt aus der EU wäre die allerbeste Maßnahme, auch wenn wir unsere Kredite nicht mehr zurück bekommen, schlimmer kann es gar nicht mehr werden.

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