Biometrie-Überwachung schreitet voran – Nach Fingerabdruck kommt Iris-Scan

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Maas Iris Scan

George Orwell würde sich im Grabe herumdrehen, würde er mitbekommen, wie „seine“ Zukunft tatsächlich einmal aussehen wird. Der Iris-Scan wird jetzt an Geflüchteten getestet – um die Technik „marktreif“ zu machen, schreibt Zeit Online. In den Flüchtlingscamps in Jordanien werden Menschen fortan so registriert und künftig identifiziert. Wehren können sie sich dagegen nicht. Auch in vielen anderen Flüchtlingscamps im Nahen Osten wird diese Registrierung bereits praktiziert.

Die Camps-Betreiber sind gezwungen, diese Iris-Scan-Technik anzuwenden. Tun sie dies nicht, erhalten sie von den Vereinten Nationen keinerlei Hilfe mehr. Seit 2016 können Menschen in den Flüchtlingscamps auch per Iris-Scan in Camp-Supermärkten an der Kasse bezahlen. In Jordanien nutzen schon rund 100.000 Flüchtlinge das System zum Bezahlen. Durch den Scan wird die Identität erkannt und der Kauf an die Datenbank der UN weitergeleitet, so dieser registriert wird.

Die UNHCR (UNO Flüchtlingshilfe) arbeitet schon seit 2013 mit dem Unternehmen IsisGuard zusammen, das die Technik zur Erfassung von Biometrie-Daten zur Verfügung stellt. In der Vergangenheit wurden schon die Fingerabdrücke aller Flüchtlinge registriert. Da der menschliche Fingerabdruck erst nach dem 13. Lebensjahr voll entwickelt ist, wurde der Iris-Scan in den Flüchtlingscamps eingerichtet.

Der Einsatz des Eye-Scan wird damit begründet, dass Betrug verhindert werden soll, der Flüchtlingscamps sonst hohe Zusatzkosten beschert. Ein nicht registrierter Flüchtling könnte beispielsweise an einem Tag eine Decke abholen und am nächsten Tag, da er nicht registriert ist, eine weitere für jemand anderen holen. Auch mehrfache Beantragung von Geld sei durch die Registrierung mittels Eye-Scan nicht mehr möglich, so die Begründung.

Flüchtlinge können per Iris-Scan auch Geld an Geldautomaten in Flüchtlingscamps abheben. Dieses System nennt sich Eye-Pay. Bestimmte Banken arbeiten mit dem UNHCR zusammen und ermöglichen so die Bargeldabhebung. Die Abschaffung der Bargeldnutzung wird mit dieser Technologie sicherlich bald ganz erfolgen.

Interessant sind die Personen, die im Aufsichtsrat der Firma IsisGuard sitzen. Sie sind keine Unbekannten: Z. B. der ehemalige Direktor des MI6 oder ein ehemaliges Mitglied der Firma Frances Townsend, die Regierungen zu Terrorbekämpfung und Sicherheit berät. Datenschützer sind zu Recht misstrauisch. Denn die Firma kommt aus dem Bereich der nationalen Sicherheit, also der Geheimdienste. Zudem hat die Firma ihren Sitz auf den Cayman Inseln – in einem Steuerparadies.

Seit November dieses Jahres unterstützt die Investment Bank Goldman Sachs IrisGuard finanziell dabei, ein Netzwerk an Banken auszubauen, die EyePay anbieten. Bereits 2001 setzte die Firma in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Vorläufertechnologie ein, um illegale Flüchtlinge zu registrieren und zu identifizieren.

Das Unternehmen IrisGuard ist der Ansicht, dass diese Technologie in Europa nicht so einfach eingesetzt werden könne. In Deutschland beispielsweise werde für die Erhebung, Speicherung und Verarbeitung biometrischer Daten eine gesetzliche Grundlage oder zumindest die Einwilligung der Betroffenen benötigt. Mit Inkrafttreten der EU-Datenschutzverordnung nächstes Jahr gilt das für die ganze Europäische Union.

Watergate.tv meint: Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis der Iris-Scan auch in Deutschland und der EU eingeführt werden wird. Maas, de Maizière und Co. haben bislang gute Vorarbeit geleistet. Die neue GroKo wird das Projekt „Merkel“ vollenden. Wir sind schon jetzt auf dem besten Wege dahin.

Watergate Redaktion 20.12.2017

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-12/biometrie-fluechtlinge-cpams-iris-erkennung-zwang/seite-2

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