+++ Bravo: Aldi Discounter will Glyphosat verbannen +++

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Aldi Glyphosat

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Zwar hat die EU den Einsatz von Glyphosat für weitere fünf Jahre verlängert. Dennoch wächst in Deutschland der Widerstand gegen das Pflanzengift. Gerade nach dem Skandal der Bundesregierung, die trotz massiver Proteste und Bürgerinitiativen für den weiteren Einsatz des Giftes gestimmt hatte. Watergate.tv berichtete über den Skandal, als Agrarminister Christian Schmidt entgegen der Geschäftsordnung der Bundesregierung für eine Verlängerung des Pflanzengiftes in Brüssel stimmte.

http://www.watergate.tv/2017/11/27/entsetzen-unfassbarer-vertrauensbruch-agrarminister-schmidt-csu-stimmt-fuer-verlaengerung-von-glyphosat/

Der Lebensmittel Discounter Aldi kündigte jetzt an, künftig strengere Kontrollen durchführen zu wollen. Glyphosat steckt nicht nur in Unkrautvernichtungsmitteln, sondern gelangt über landwirtschaftliche Produkte auch in Lebensmittel.

Aldi will nun prüfen, welche seiner Lieferanten Glyphosat einsetzen und wieviel. In einem ersten Schritt geht es um Fleisch-, Milch- und Eier-Lieferanten von Aldi. Aldi Süd und Aldi Nord wollen damit die Glyphosatgehalte in ihren Lebensmitteln soweit wie möglich reduzieren – am besten ganz ausschließen.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat Aldi ein Schreiben an 65 Hersteller seiner Eigenmarken verschickt. Der Discounter fordert die Hersteller dazu auf offenzulegen, bei welchen Futtermitteln Glyphosat eingesetzt wird. Zudem will Aldi wissen, welche Tierarten glyphosathaltiges Futtermittel erhalten und wie hoch der Anteil ist (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/umstrittenes-pestizid-aldi-bereitet-strenge-glyphosat-kontrollen-vor-1.3798097). Die Hersteller sollen auch prüfen, bis wann sie bei der Lebensmittelproduktion ganz auf Glyphosat verzichten können. Bis Ende Januar will Aldi seinen Lieferanten Zeit geben, die geforderten Informationen zu liefern.

Watergate.tv meint: Es ist schön zu sehen, dass der große Lebensmitteldiscounter einen ersten Schritt in die richtige Richtung geht. Hoffentlich werden viele weitere folgen. Dann sind die Bauern bald gezwungen, auf Glyphosat zu verzichten. Es geht auch ohne die Politik! Eigeninitiative ist gefragt.

Watergate Redaktion 23.12.2017

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