BRIEF einer Krankenpflegerin an Jens Spahn: „Wer kann noch ohne Angst (…) in ein Krankenhaus gehen?“

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Ein dramatischer Brief erschüttert die sozialen Medien. Eine Kinderkrankenpflegerin hat sich jetzt an Jens Spahn gewandt. Den Gesundheitsminister, der viel redet, derzeit aber wenig bewegt. Die Pflegerin prangert die „Zustände im Pflegebereich“ an, wie es heißt und sie weist auf Kündigungen hin, die ihre Kollegen einreichen. Dieser Brief ist zahlreich geteilt worden. Wir zitieren in Passagen. Denn die Frau dokumentiert die Zustände in Deutschland bestens.

Sie ist erschöpft.

Die Krankenpflegerin ist enttäuscht. Sie erklärt, sie sei zudem erschöpft und sie sei verärgert. Sie arbeitet auf einer Intensivstation und würde täglich mit dem Gefühl zur Arbeit gehen, sich „vierteilen zu müssen“. Sie könne an sich nur noch das „Unerlässliche am Patienten“ unternehmen.

Sie sei demotiviert, fährt sie fort. Vor allem deshalb, weil sie in der Regel nicht im Ansatz das praktizieren könne, was sie „ursprünglich gelernt habe“. Der entscheidende Satz, der im Internet für große Aufmerksamkeit sorgte: „Wer kann da noch ohne Angst und mit Vertrauen als Patient in ein Krankenhaus oder Pflegeheim gehen?“

Die Krankenhäuser haben wenig Geld und leiden vor allem unter den Abrechnungsverfahren. Das ist „bekannt“. Weniger bekannt ist der Umstand, dass, wie sie schreibt, weder sie noch ihre Kollegen gewährleisten könnten, überhaupt nur auf die Toilette zu gehen. Sie würden sich „aufopfern“. Und zwar nicht lediglich aus Nettigkeit oder der Fürsorge wegen. Sondern es herrsche auch die Angst, bei der Arbeit Dinge nicht zu dokumentieren, Pflichten zu vergessen und sich damit haftbar zu machen bzw. „am Ende mit einem Fuß im Gefängnis zu stehen“. Deshalb kündigen viele ihrer Kollegen.

Jens Spahn hat geantwortet. Bei Facebook und per Video. Die zentrale Botschaft: „Wir müssen wahnsinnig viel arbeiten, um Vertrauen zurückzugewinnen.“ Das ist wohl wahr. Derzeit ist Jens Spahn allerdings auf Wahlkampftour. Es geht um den Vorsitz in der CDU.

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